Plattenkritik

Rage - Strings To A Web"

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 05.02.2010
Datum Review: 21.01.2010

Rage - Strings To A Web"

 

Vielleicht ist es Peter „Peavy“ Wagner (Gesang/Bass) sauer aufgestoßen, "nur" Dritter in Stefan Raabs Bundesvision Song Contest (gestartet mit RAGE für NRW) mit dem "Gib Dich Nie Auf" Beitrag geworden zu sein. Vielleicht hat er aber auch ein Einsehen mit den kritischen Äußerungen zum letzten Album "Carved In Stone" gehabt. Auf jeden Fall klingt "Strings To A Web" wieder zu 100% in RAGE und birgt eine gute Mischung sämtlicher Facetten der seit über zwei Dekaden agierenden Band aus Herne. Das 1984 als AVENGER gestartete Trio (die diesen Namen wegen eines unehelichen englischen Geschwisterkindes ablegen musste) pumpt ordentlich teutonisches Adrenalin in die Songs, um aber auch durch äußerst melodische, leicht poppig angehauchte Refrains einen Gegenpol zu schaffen. Auf dem ca. 20. Output der Band (irgendwann wird aufgehört zu zählen...) stechen vor allem die Songs in der Mitte des Albums heraus, wobei mit 5. "Empty Hollow" und 9. " Empty Hollow Reprise" eine Eingrenzung als Einheit vorgenommen wurde. Hier zeigen RAGE ihre ganze Verspieltheit, es werden symphonische, epische, progressive und knallharte Abschnitte miteinander verbunden. Hier trauen sie sich auch einmal aus dem Mid in das Up und leben sich mit einer gekonnten Free Jazz Einlage im instrumentalen Titeltrack aus. Auch nach den ganzen Jahren beweist die Band, dass sie nicht Reißbrett gewillt ist, sondern Lust auf Veränderung, Vielfältigkeit und Visionen von über den Tellerrand hinausblickender Standardkost hat. Weiter so!

Tracklist:
01. The Edge Of Darkness
02. Hunter & Prey
03. Into The Light
04. The Beggar's Last Dime
05. Empty Hollow
06. Strings To A Web
07. Fatal Grace
08. Connected
09. Empty Hollow Reprise
10. Saviour Of The Dead
11. Hellgirl
12. Purified
13. Through Ages
14. Tomorrow Never Comes

Autor

Bild Autor

Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

Suche

Social Media