Plattenkritik

Raintime - Psychromatic

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Release Date: 26.04.2010
Datum Review: 07.04.2010

Raintime - Psychromatic

 

Dritter Versuch einer Band, sich in den Vordergrund zu spielen und Aufmerksamkeit zu erhaschen. "I Want To Remember", genau dieser Song erinnert an die schwedische Melo Death Schule, in die RAINTIME immer wieder gesteckt werden. Aber mitnichten ist eine Einordnung dorthin eindeutig, denn die Italiener lassen sich so engstirnig nicht in Schemen pressen. Klar ist: Immer gehen sie auf den Refrain, dieser steht bei "Psychromatic" ganz unumwunden im Vordergrund. Er ist catchy, nie cheesy, hat Tiefgang und Kraft. Es gibt auch kaum Death Metal spezifische Growls, der Sänger singt meist klar und gut, teils beschwörend, teils düster. Wenn eine Charakterisierung des Stils unbedingt sein müsste, dann vielleicht Melodic Power (im Sinne von Kraft) mit wenig Death (andere Ansicht höre "Beaten Roads") aber viel Metal. Die Keys nehmen einen großen Raum ein (und wirken ab und zu industrial), sind dabei aber immer unterstützend, nie vernichtend. RAINTIME wirken mitunter wie ein Relikt aus den 70er Jahren, das die modernen Klänge für sich entdeckt hat, wenn sie leicht progressiv und gekonnt einen auf psychedelisch machen. "Psychromatic" bleibt sofort im Ohr kleben, ohne eine Eintagsfliege zu sein. Diese Band hätte auf jeden Fall mehr Aufmerksamkeit verdient, denn dieser Mix aus Bekanntem und Markantem mit einem gehörigem Schuss Genialität ist genau das, was so manch festgefahrene Band aus dem Matsch heraushelfen könnte. Nehmt euch alle ein Beispiel an RAINTIME und lasst euch sagen, dass Italien mit dem Sextett schon wieder eine herausragende Band beheimatet!

Tracklist:
01. Fire Ants
02. Turned Up And Down
03. Never Ending Stairway
04. Nothing But A Mistake
05. I Want To Remember
06. Shift
07. Fake Idols
08. Beaten Roads
09. One Day
10. Buried In You
11. Walk-On Actor

Alte Kommentare

von twin 07.04.2010 18:59

myspace song hört sich sehr gut an. auf sowas hab ich bock

von DerAndere 25.04.2010 20:53

wer das gut findet sollte mal den Vorgänger hören - Hit an Hit

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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