Plattenkritik

Revamp - Wild Card

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Release Date: 23.08.2013
Datum Review: 04.09.2013

Revamp - Wild Card

 

Von der harschen Kritik des Kollegen Clement zum Debüt haben sich REVAMP 2010 wohl nicht abschrecken lassen, denn nun folgt mit „Wild Card“ das zweite Album. Ihren Stil haben die Niederländer dabei nicht großartig verändert. Noch immer spielt die Quasi-Nachfolgeband von AFTER FOREVER symphonischen Metal mit leichter Thrash-Kante und progressiven Einschüben. Im Mittelpunkt der Geschehens steht dabei natürlich wieder Sängerin Floor Jansen (Seit letztem Jahr auch aushilfsweise bei NIGHTWISH am Start), die wie immer mit einer exzellenten Gesangleistung überzeugt.

Einen großen Teil des Albums nimmt dabei die „The-Anatomy-Of-Nervous-Breakdown“-Trilogie ein, in der Floor Jansen ihren 2011 erlittenen Burnout verarbeitet. In allen drei Liedern gibt die Niederländerin einen tiefen Einblick in ihr Seelenleben. Die ersten beiden Teile „On The Sideline“ und „The Limbic System“ eröffnen „Wild Card“ und geben dabei schon zu Beginn den, überraschend hohen, Härtegrad des Albums vor. Der abschließende dritte Teil „Neurasthenia“ folgt in der Mitte des Werks und ist dessen absoluter Höhepunkt. Hier unterstützt kein geringerer als Devin Townsend REVAMP mit seinem unvergleichlichen, schizophrenen Gesangsstil und ergänzt dabei Floors Gesang perfekt.
Trotz relativ harter Gangart, lassen REVAMP nie den Ohrwurmfaktor aus den Augen bzw. Ohren – Gerade in den Refrains findet man immer wieder gefällige Melodien („Precibus“, „Amendatory“). Neben den Gitarren nimmt das Keyboard auf „Wild Card“ enorm viel Raum ein, in „I Can Become“ darf es gar die Hauptmelodie tragen. Wer diese Art von Metal also wegen überproportional hohem Keyboard-Einsatz scheut, der muss auch um REVAMP einen großen Bogen machen.

„Wild Card“ ist ein teils recht düsteres, erfreulich heftiges Zweitwerk geworden, das Fans von Floor Jansen Betätigungsfeldern - AFTER FOREVER , dem ersten REVAMP-Album, NIGHTWISH – gefallen sollte.
Grundsolide Genrekost.

Tracklist:

Trackliste:
01. 'The Anatomy Of A Nervous Breakdown' On The Sideline
02. 'The Anatomy Of A Nervous Breakdown' The Limbic System
03. Wild Card
04. Precibus
05. Nothing
06. 'The Anatomy Of A Nervous Breakdown' Neurasthenia
07. Distorted Lullabies
08. Amendatory
09. I Can Become
10. Misery's No Crime
11. Wolf and Dog

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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