Plattenkritik

Rise Against - The Black Market

Redaktions-Rating

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Release Date: 11.07.2014
Datum Review: 09.07.2014

Rise Against - The Black Market

 

Dieses Album zu besprechen ist die klassische Unterteilung in “objektiver” und “subjektiver” Tatbestand. Objektiv und oberflächlich betrachtet machen RISE AGAINST mit „The Black Market“ alles richtig. Bereits „Endgame“ war vor drei Jahren das Abholen des Mainstreams mit der Option, zukünftig noch angepasster zu werden (hmmm...eigentlich wurde der schon mit "Appeal To Reason" Willkommen geheißen...). Und jetzt sind auch die letzten Funken Aggression und Angepisstheit verschwunden, so dass bald auch Oma von nebenan zu den wunderschönen Melodien und der männlichen Stimme „abgehen“ sollte. Verübelt werden kann es den Chicagoern nicht, die neuen Songs mit dem Weichspüler gewaschen zu haben, wir werden alle älter, milder, reifer und wer weiß, wie lange die Kühe noch gemolken werden können.

Aus der subjektiven Wahrnehmung heraus ist „The Black Market“ hingegen für einen Fan, der sich fast täglich mit einer RA-Hitlist die Alltagssorgen aus dem Hirn prügeln lässt, eine Katastrophe. Auch nach zig Durchgängen finden sich keine Widerhaken, die sich im Gehörgang festsetzen und kratzbürstig nach Blut schaben. Wenn ein Fan THE GASLIGHT ANTHEM hören möchte, dann wird er doch hoffentlich THE GASLIGHT ANTHEM in seinen Player legen? Dann braucht er doch nicht RISE AGAINST, die händchenhaltend der Masse von ihren Alltagsproblemchen erzählen und dabei am Lagerfeuer Songs der Mundorgel trällern?

Letztlich gibt es immer Gewinner und Verlierer und Letzterer hat ja immer noch "The Unraveling" und Konsorten. Ein ganz großes Puuuuuuuuuuuh!




Tracklist:
1. "The Great Die-Off" 3:39
2. "I Don't Want to Be Here Anymore" 3:59
3. "Tragedy + Time" 4:17
4. "The Black Market" 4:15
5. "The Eco-Terrorist In Me" 2:45
6. "Sudden Life" 4:08
7. "A Beautiful Indifference" 3:24
8. "Methadone" 3:48
9. "Zero Visibility" 4:38
10. "Awake Too Long" 3:11
11. "People Live Here" 4:08
12. "Bridges" 4:06

Alte Kommentare

von ike 18.07.2014 11:00

Ich habe wirklich gehofft Rise Against schaffen es, wenn auch nicht mit alter Härte, wenigstens musikalisch zu überzeugen, wie es AFI mit Crash Love geschafft hatten... aber nein. Es ist leider tatsächlich so, dass das Album eher vor sich hinplätschert, hier und da ein paar nette Melodien, aber nichts für die Ewigkeit. Der Song "The Eco-Terrorist In Me" fängt recht vielversprechend an, man könnte meinen, Tim hat wieder rausgefunden wie man schreit, aber auch diese kurze Freude ist nach nicht einmal einer halben Minute vorbei. Ich würde nicht sagen, das Album ist kompletter Mist, aber nicht das was man hören will wenn man eine Rise Against Platte einlegt.

von MrPennywise 26.07.2014 01:09

DEEEEESTINAAAATION...ANYWHERE BUT HERE! Das waren noch Zeiten -.-

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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