Plattenkritik

Rwake - Voices Of Omen

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Release Date: 26.02.2007
Datum Review: 27.01.2007

Rwake - Voices Of Omen

 

Wenn das nicht die Definition von nihilistisch und depressiv ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter. Die Rede ist hier von RWAKE und ihrem nunmehr zweiten Longplayer „Voices Of Omen“, gegen die selbst die aktuelle Isis wie feucht fröhliche Partymusik erscheint. Das Ganze erscheint via Relapse Records und Freunden des Labels ist klar was einen hier in knapp einer Stunde erwartet: Die totale Zerstörung!

Selbst wenn es abgedroschen klingen mag: RWAKE klingen so verdammt düster und verzweifelt, dass man sich extrem schwer mit der Tatsache abfinden kann diese CD an einem Stück durchzuhören. Das ist die klassische Definition des urgewaltigen Sludge-Sounds, wie er im Bilderbuch steht. Ein extrem schleppend und langsam aufbauendes musikalisches Grundgerüst trifft auf die mit gehörigem Abstand krankhaften Vocals, denen ich in letzter Zeit lauschen durfte. Vor allem die Tatsache, dass hier ein fulminanter Wechsel zwischen weiblichen und männlichen Vocals stattfindet, lässt einen noch verwirrter und verstörter zurück. Die Gitarren erzeugen eine so extrem dichte Atmosphäre anhand von schleppenden Riffs und langsam vorgetragenen Leads, dass jeglicher Ansatz melodische Zwischenmomente zu schaffen, zunichte gemacht wird. Am Ende bleibt man nur noch verstört zurück und sucht nur noch angsterfüllt die Stop-Taste an seinem heimischen Player, denn solch einen Höllentrip voller Hass und zugleich ehrlicher Emotionen kann man sich nicht mehr als einmal am Tag geben. Amtlich produziert wurde das Ganze übrigens von Steve Austin, einem ehemaligen Mitglied der Formation Today Is The Day. Freunde von Neurosis sollten sich mal diesen Brocken Musik näher anschauen.

Tracklist:

1. Intro
2. The Finality
3. Crooked Rivers
4. Fire & Light
5. Leviticus
6. Of Grievous Abominations
7. Bridge
8. Inverted Overtures
9. The Lure Of Ligh

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Dario

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