Plattenkritik

SATANIC SURFERS - Back From Hell

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Info

Release Date: 13.04.2018
Datum Review: 16.05.2018
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

01. The Usurper
02. Catch My Breath
03. Self-Medication
04. All Gone To Shit
05. Ain’t No Ripper
06. Madhouse
07. Going Nowhere Fast
08. Paying Tribute
09. Pato Loco
10. Back From Hell

Band Mitglieder

 

Rodrigo Alfaro
Magnus Blixtberg
Max Huddén
Andy Dahlström
Stefan Larsson

SATANIC SURFERS - Back From Hell

 

 

Skate-Punks und Melodic-Hardcore-Fans: aufgepasst! SATANIC SURFERS melden sich nach 13 Jahren mit einem neuen Album zurück. Die Punk-Legende hatte nach einer 8-jährigen Pause im letzten Jahr einige Touren gespielt, nun legt die Band eine aktuelle Momentaufnahme nach. So viel sei verraten: hier kommen Nostalgiker ebenso wie Nachwuchspunker auf ihre Kosten.

Ballernde, schnelle Drums, der charakteristisch spielfreudige Bass sowie die Breaks und Interludes bestimmen weiterhin das Songwriting. Abwechslungsreiches Stop-And-Go, Bass-Soli und rasende Riffs gehören zum Grundrepertoire klassischer SATANIC SURFERS-Songs und bleiben auch auf Back From Hell nicht aus. Der Beitritt von ATLAS LOSING GRIP-Gitarrist Max Huddén spiegelt sich in den schnellen und harmonisch, mehrstimmigen Gitarrensoli wieder. Sie erinnern an IRON MAIDEN und die New Wave of British Heavy Metal. Der Soundcharakter von Back from Hell ist gewohnt garagig, allerdings wesentlich definierter und kräftiger als die Album-Klassiker 666 Motor Inn oder Hero Of Our Time.

Die Texte sind gewohnt alltäglich und bildlich gestaltet. Thematisch bewegt sich Back From Hell weiterhin zwischen humorvoller Selbstreflektion, Sozialkritik und Solidarität. Mal introspektiv, mal anprangernd, aber immer bestimmt und nach vorne gerichtet. Sänger Alfaros Stimme ertönt frisch und artikuliert. Stellenweise versucht er sich an einem verstärkt gefühlsbetonten Ausdruck, was dem rauen Sound zugutekommt.

Die 10 Songs sind kurzweilig, allerdings allesamt recht ähnlich. So ist die 30-minütige Platte zum einen angenehm schnell durchgehört. Zum anderen sucht man Songs mit Ohrwurmpotenzial vergebens. Dafür waren SATANIC SURFERS als Teil des schwedischen Punk-Rock-Triumvirats nebst MILLENCOLIN und NO FUN AT ALL aber nie zuständig. „Self-Medication“ sticht mit einer Dauer von 4:13 Minuten, einem mehrstimmigen Chorus und einer Reggae-Einlage hervor (siehe Video weiter unten). Die LP fühlt sich eher wie ein langes Stück an oder wie eine Show bei der ein Stück ohne Ansagen auf das andere folgt. Dafür sind SATANIC SURFERS eh bekannt. Im Herbst spielen sie folgende Clubshows im deutschsprachigen Raum:

 

31.10. Kiel, Die Pumpe
01.11. Berlin, SO36
02.11. Köln, Helios37
03.11. Frankfurt, Das Bett
04.11. Hamburg, Knust

 

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Camilo

Autoren Bio

Musiker, Sozialwissenschaftler, Fahrradnerd, Redakteur, Punker vom Herzen mit einer Schwäche für Pop, Rap und Indie.