Plattenkritik

SORCERER - The Crowning Of The Fire King

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Info

Release Date: 20.10.2017
Datum Review: 22.11.2017
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

01. SIRENS
02. SHIP OF DOOM
03. ABANDONED BY THE GODS
04. THE DEVILS INCUBUS
05. NATTVAKA
06. CRIMSON CROSS
07. THE CROWNING OF THE FIRE KING
08. UNBEARABLE SORROW

Band Mitglieder

 

Johnny Hagel - bass
Anders Engberg - voc
Robert Iversen - drum
Kristian Niemann - git
Peter Hallgren - git

SORCERER - The Crowning Of The Fire King

 

Die schwedischen Epic Doom Metal Pioniere SORCERER melden sich mit Ihrem erst zweiten echten Studio-Album zurück. Das Album hört auf den Titel "The Crowning Of The Fire King" und wird, um es vorwegzunehmen, den Einzug in so manche Top-10 Liste des Jahres 2017 halten.

SORCERER legen dabei auf dem ersten Song "Sirens" mit kräftigen Zug nach vorne los: druck- und drangvolle Gitarrenriffs bilden das Basisfundament des nicht ganz zu doomigen Uptempo Songs, auf dessen sich die grandiose Stimme von Sänger Anders Engberg wunderbar ausbreitet. Danach wird direkt einmal ganz standesgemäss das Tempo raugezogen und es folgt mit "Ship Of Doom" eine durch schöne Melodien getragene und fast zehn Minuten lange Epic Doom Hymne, welche auf der gesamten Laufzeit durch ausgefeiltes Songwriting und Abwechslung glänzt. Das Gleiche kann man auch über das noch bombastischere neun Minuten Meisterwerk "The Devil's Incubus" schreiben. Bei diesem Song zeigt sich noch einmal, dass Anders Engberg in der Champions League der klassischeren Metal Vokalisten singt. Ein wenig moderner geht es beim Titeltrack "The Crowning Of The Fire King" zu, dieses tendenziell eher zurückhaltende Lied lässt sich nicht so recht in einem konkreten Genre verorten, hier und da sind ein paar Doom Referenzen zu vernehmen aber spannend wird es vor allem beim Refrain: dieser hätte sicherlich auch auf Faith No More's Meisterwerk "King For A Day, Fool For A Lifetime" eine verdammt gute Figur gemacht.

Produzent Ronnie Björnström (AEON, CUT UP, 220 VOLT) hat auf dem Album ganze Arbeit geleistet. Der Sound ist glasklar, nicht zu basslastig und zu tief. Das gibt der gesamten Platte einen sehr luftigen Klang in dem sich vor allem die Melodien zur vollen Entfaltung kommen. Man hat selten eine so gut produzierte Doom Metal Platte gehört. Dieses Lob gilt natürlich auch für Mr. Thomas "Plec" Johannson (SOILWORK, WATAIN), der für das Mastering verantwortlich zeichnete.

Zusammenfassend muss man SORCERER, die in den 80ern zusammen mit Bands wie CANDLEMASS, SOLITUDE AETERNUS oder WHILE HEAVEN WEPT die Richtung Epic Doom Metal begründeten, attestieren mit der neuen Platte "The Crowning Of the Fire King" auf dem vorläufigen Höhepunkt Ihrer Laufbahn angekommen zu sein. Der Band ist es mit "The Crowning Of The Fire King" gelungen, frischen Wind in ein konservatives Genre zu bringen ohne sich und seine Geschichte dabei zu verleugnen. Aboslute Empfehlung für Metal Fans jeglicher klassischer Couleur, bei denen Lieder auch gerne über der 5-6 Minuten Marke liegen dürfen.

 

Autor

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Michael P.

Autoren Bio

Allschools Gründer und Programmierer

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