Plattenkritik

Satyricon - The Age Of Nero

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Release Date: 14.11.2008
Datum Review: 24.11.2008

Satyricon - The Age Of Nero

 

Black Metal, Anfang der 90er Jahre, Made in Norwegen, was ist da nicht alles aus den Löchern gekrochen. Fast 20 Jahre später gibt es noch einige Überlebende dieser zwielichtigen Szene, die sich aber fast ausschließlich von dem Ursprungssound der Anfangstage entfernt haben. SATYRICON, die aus Sänger/Gitarrist/Bassist Sigurd „Satyr“ Wongraven und Drummer Kjetil „Frost“ Haraldstad bestehen, überlebten und veröffentlichen mittlerweile ihr siebtes Album. "The Age Of Nero" ist dabei musikalisch auf das Wesentlichste reduziert worden. Meist geht es sehr schleppend voran, dominiert wird es neben Satyrs unverwechselbarem Gesang durch immer wiederkehrende Riffs. Auch die Arbeit von Frost ist zu beschreiben als nicht mehr als nötig, wobei die gelegentlichen Blasteruptionen und die mächtigen Doublebass-Parts zu gefallen wissen. Kreieren möchten SATYRICON eine Atmosphäre des Bösen, herausgekommen ist aber nur ein Anflug davon, denn es dominiert die Ungeduld, wann denn endlich „The Age Of Nero“ zündet. Ein großer Kritikpunkt ist die Tatsache, dass die Songs nach einmaligem Hören sofort ihre Stärken und Schwächen offenbaren und somit über keinen Tiefgang verfügen. SATYRICON wollen zeigen, das weniger mehr ist, aber dafür fehlt auf „The Age Of Nero“ die Magie und Intensität, die noch die Referenzscheibe „Volcano“ versprühte. Natürlich ist dieses Album nicht wirklich schlecht, aber wichtig oder Richtung weisend ist es auch nicht. Im Grunde ist es fast schon überflüssig, denn alles auf diesem Release wurde bereits auf dem Vorgängerwerk „Now, Diabolical“ erzählt respektive angedeutet.

Tracklist:
01. Commando
02. The Wolfpack
03. Black Crow on a Tombstone
04. Die by My Hand
05. My Skin is Cold
06. The Sign of the Trident
07. Last Man standing
08. Den Siste

Alte Kommentare

von Norma Jens 24.11.2008 13:02

gutes review!

von sikfuk 26.11.2008 10:39

Echt enttäuschend, was Satyricon hier mal wieder abliefern! "Volcano" hatte ja noch wirklich Gänsehaut-Momente, aber danach nur noch dieses einfältige Gerumpel ohne Charme und Finesse. Klingt wie an einem Wochenende zusammengeschustert, weil man ja noch eine neues Album veröffentlichen muss, damit sich Michael "Frost" Jackson sich eine neue Sonnenbrille leisten kann...

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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