Plattenkritik

Selim Lemouchi & His Enemies - Earth Air Spirit Water Fire

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Release Date: 06.12.2013
Datum Review: 10.12.2013

Selim Lemouchi & His Enemies - Earth Air Spirit Water Fire

 

Überraschend kam es, das Ende von THE DEVIL’S BLOOD. Die Auflösung seiner (ehemaligen) Hauptband ist für Selim Lemouchi jedoch kein Grund auch die Gitarre an den Nagel zu hängen. Unter dem Namen SELIM LEMOUCHI & HIS ENEMIES wird nun die Reise fortgesetzt.
Dominierten bei THE DEVIL’S BLOOD noch eingängigere Strukturen, hat sich der Niederländer bei der Quasi-Nachfolgerband gänzlich davon losgesagt. Dies konnte man schon auf der Vorab-EP „Mens Animus Corpus“ erahnen. Psychedelic und Space Rock geben sich die Klinke in die Hand, drei der fünf präsentierten Lieder haben eine Spielzeit von über zehn Minuten. Zwangsläufig wird „Earth Air Spirit Water Fire“ dadurch zu einem Album, dass man sich einige Male anhören muss, bis man seine facettenreichen Strukturen durchblickt. Langsam aber sicher fressen sich dann die großartige Lead-Melodien von „Chiaroscuro“ oder „The Deep Dark Waters“ ins Hirn. Das bereits vorab vorgestellte „Next Stop, Universe B“ stellt im Hinblick auf das Gesamtwerk eine Ausnahme dar, ist es das kürzeste und zugänglichste Stück. Für viele Fans sicher überraschend ist, dass auch Farida Lemouchi, die ehemalige Sängerin von THE DEVIL’S BLOOD auf „Earth Air Spirit Water Fire“ wieder zu hören ist. Jedoch übernimmt sie nicht die Hauptstimme, sondern unterstützt ihren Bruder auf „Chiaroscuro“ und „Molasses“ aus dem Hintergrund heraus.
Wer THE DEVIL’S BLOOD ob ihrer Eingängigkeit und Hittauglichkeit mochte, wird vom ersten Soloalbum Selim Lemouchis wohl enttäuscht werden. Zu ausufernd und schräg sind die einzelnen Songs, zu viel Zeit muss man sich nehmen um sich in das Material einzuhören. Diejenigen, die mit der ausladenden Seite der Vorgängerband schon etwas anfangen konnten und deren Lieblingssongs auf die Namen „Feverdance“ oder „The Anti-Kosmik Magick“ hören, werden hieran ihre Freude haben.

Tracklist:

01 Chiaroscuro
02 Next Stop Universe B.
03 The Ghost of Valentine
04 The Deep Dark Waters
05 Molasses

Alte Kommentare

von @Manuel 13.12.2013 10:01

Respekt, daß Du die Scheibe überhaupt reviewt hast. Wird aber den durchschnittlichen allschools-Leser kaum bis garnicht interessieren.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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