Plattenkritik

Skeletonwitch - Serpents Unleashed

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Release Date: 25.10.2013
Datum Review: 04.11.2013

Skeletonwitch - Serpents Unleashed

 

Das neue Album von SKELETONWITCH ist schnell zusammen gefasst: Elf knackige Songs, so gut wie keine richtige Pause, keine Hits - nur Hymnen.

Also, Kutte aus dem Schrank, Dosenbier auf und die übrig gebliebene Hand zur Faust geballt gen Himmel gestreckt! Die nächste halbe Stunde wird nur die müde Nackenmuskulatur und der Trinkzeps trainiert – und das richtig.
SKELETONWITCH hätten auf Nummer sicher gehen können und ihren über die Jahre fulminant austrainierten Blackened Thrash Bastard auf die Leute hetzen können. Irgendwie machen sie das auch, nur knackiger und wohldosierter als noch auf ihrem Vorgänger „Forever Abomination". Und dieser war wahrlich fit.
„Serpents Unleashed" präsentiert sich jedoch wie ein Nieten behangener, bärtiger Modellathlet der sich die 100m in unter zehn Sekunden mal eben aus der Matte schüttelt. Gleich von Beginn an fackeln SKELETONWITCH nicht lange und feuern eine losgelöste Spielfreude ab, welche die Verbissenheit der vergangenen Zeiten lässig weg schmunzelt. Und dabei lassen sie den Fokus eines guten Metalsongs niemals aus den Augen. Da jagen die schwarzlackierten Riffs über die herunter geprügelten Doubble Bass- und Blast-Stürme hinweg, und lassen sich genug Freiräume für eingängige Melodien und heroische Soli. Chance Garnette verzichtet komplett auf seine tiefen Growls und keift sich seine schwarze Seele aus der Kehle. Eher man sich versieht, befindet man sich schon im automatisierten Headbanging, das spätestens beim Refrain von „I Am Of Death (Hell Has Arrived)“ einsetzt. Plötzlich fällt auch auf, dass SKELETONWITCH die Songs auf „Serpents Unleashed" fast pausenlos herunter spielen. Hier wird nicht viel rum gedudelt und kostbare Zeit vergeudet. Das Fünfergespann will sich nicht ausruhen, es will mitreißen. Und das gelingt ihnen nahezu perfekt. Auch dank einer von Kurt Ballou blitzsauberen, aber knackig eingefangenen Produktion. Erst zum Beginn von „Unending, Everliving“ wird kurzes Midtempo heldenhaft angetäuscht, bevor es wieder rasant Richtung Hölle geht. Das alles erinnert an eine explosive Mischung aus KVELERTAK und ARSIS zu ihrer „Celebration Of Guilt“ Phase, wobei man jetzt natürlich auch die ganzen alten Metalhelden herunter rasseln könnte.
Doch lassen wir das, denn mit ihrem vierten Album sollten SKELETONWITCH nun endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen das überfütterte Publikum immer verwehrte.
Ein kurzes Album mit garantierter Langzeitwirkung.

Trackliste:
1. Serpents Unleashed
2. Beneath Dead Leaves
3. I Am Of Death (Hell Has Arrived)
4. From a Cloudless Sky
5. Burned From Bone
6. Unending, Everliving
7. Blade On The Flesh, Blood On My Hands
8. This Evil Embrace
9. Unwept
10. Born of the Light That Does Not Shine
11. More Cruel Than Weak

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Mulder

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