Plattenkritik

Sons Of Morpheus - Sons Of Morpheus

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Release Date: 19.09.2014
Datum Review: 06.10.2014

Sons Of Morpheus - Sons Of Morpheus

 

Eine wahre Zeitreise in die 60er und 70er Jahre macht man, sobald SONS OF MORPHEUS' selbstbetiteltes Debütalbum in den CD-Player (stilechter wäre natürlich der Plattenspieler) gelegt wird. Gemeinsam hat das deutsche Trio ein Livealbum in Tucson, Arizona aufgenommen, dass sich zwischen Stoner-Rock und Blues bewegt und mit einem Hauch Psycheledic ergänzt wird. Produziert wurde die Scheibe von Jim Waters, der unter anderem schon für SONIC YOUTH und CALEXICO am Werk war.

Durch die Liveaufnahme wirkt "Sons of Morpheus" nicht glattgebügelt, der Sound lebt von den Ecken und Kanten. Die Stimme von Sänger Manuel Bissig brilliert zwar nicht immer, passt sich jedoch gut in das Gesamtbild ein. Automatisch kommen einem Bilder einer verrauchten Eckkneipe in einer amerikanischen Kleinstadt in den Sinn - das perfekte Szenario für die gitarrenlastigen Klänge des Trios.

Up-tempo Songs wie "Seed", "Sugar Boogie" und "My Baby Likes to Bugaloo" füllen in der Indie-Disco sicher schnell die Tanzfläche und stellen ein kurzweiliges Hörvergnügen dar.

Manuel Bissig an der Gitarre, Lukas Kurmann am Bass und Simon Gautsch am Schlagzeug versuchen mit ihrem auf Deepdive Records veröffentlichten Album Inspirationen von JIMMY HENDRIX, BLACK SABBATH oder LED ZEPPELIN in ein zeitgemäßes Format zu übertragen. Dass zumindest den Amerikanern der Sound, der sicher gut in Zeiten von Woodstock und Co. gepasst hätte gefällt, zeigt unter anderem die Auszeichnung "Band of the Week" bei der Musexpo, einer jährlich veranstalteten internationale Musik-, Medien- und Technologiemesse in Los Angeles. Ob auch die Deutschen Hörer Anklang an dem psychedelischen Sound der drei jungen Männer finden bleibt abzuwarten.

Tacklist:

1. Pay For Me
2. Seed
3. Wasted Blood
4. Head In The Clouds
5. Sugar Boogie
6. Eye Of The Storm
7. My Baby Likes To Boogaloo
8. Tsunami
9. Further Along
10. Dragonfly
11. Into The Sun
12. Demons Rising
13. Psilocybin

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Laura

Autoren Bio

Laura aus Bremen

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