Plattenkritik

Switchblade - st

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 29.01.2006

Switchblade - st

 

Hm ich meine mich daran erinnern zu können dass die Schweden von Swithcblade mal wesentlich lebendiger geklungen haben. Ich erinnere mich an treibenden, sich langsam aufbauenden Postcore, der zwar das Tempo immer drosselte aber genug Wums und Härte in sich trug, um einen Switchblade Song interessant und mitreißend zu machen. Die Entwicklung zu ihrer mittlerweile vierten Lp deutete es vielleicht schon an, dass man sich immer mehr den noisigen und monumentalen Klängen einer Band wie Sunn 0))) verschreibt, aber eine so ausgeprägte Variante von diesem Sound hätte ich nicht erwartet. Wenn man es simpel betrachtet passiert auf diesem Album gar nichts. Das Spiel mit Volumen, das Spagat zwischen laut und leise, zwischen wuchtig und zurückhaltend... Die fiesen Vocals, die hier aufgrund des stark gedrosselten Tempos wie Sprechgesang rüberkommen...die nachhallenden Gitarren....all das zieht sich über die 3 Songs, die eine Gesamtspielzeit von 43 Minuten aufbringen. Track 2 (die Songs sind allesamt unbetitelt und ist irgendwie nach dem ersten Song versteckt. Man kann ihn nicht anskippen) bietet uns eine einzige Feedbackorgie die stark an den Nerven zerrt und einfch nicht hörbar ist. Wer mir anderes erzählen will und in diesem Wulst Melodien und Offenbarungen findet, ist ein Hippie, nimmt zu viele Drogen, oder ist suizidgefährdet. Dafür kann man anschließende wieder aufatmend wenn der beste Song geboten wird. Hier ist der Logh Frontman für die Vocals verantwortlich, der sich super an den monotonen Sound anpasst und angenehm leidet. Auch komisch dass man ihn sofort wieder erkennt obwohl man von ihm ja nur zuckersüße Melodien in seinen Gesangsparts kennt. Aber auch hier hat er eine Sternstunde. Während sich der Rest der Song eher statisch verhält wird hier endlich mal etwas von der alten Switchbalde Dynamik eingestreut und der Song schaukelt sich in seinen 16 Minuten Laufzeit wunderbar auf und es kommt zur Explosion. Genau für diese Charakteristik habe ich die Band auch live so gemocht. Alles in allem ist dieses Album aber nur wirklichen Fans zu empfehlen, obwohl ich mir ganz sicher bin dass es von mal zu mal wächst und besser wird.

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Shawn

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