Plattenkritik

TEETHGRINDER - Misanthropy

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Info

Release Date: 22.05.2015
Datum Review: 28.05.2015
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

1. Rites Of Sorrow
2. Hope In Death
3. Waste
4. Desolation
5. Death Of The Individual
6. Medusa
7. Iron Jaw
8. Discomfort
9. 187
10. Existence = Punishment
11. Means To My End
12. Misanthropy

Band Mitglieder

 

Jonathan Edwards – Vocals
Mart Wijnholds – Guitar
Jabe Piter Faber – Bass & Backing vocals
Wieger Jan Scheper – Drums

TEETHGRINDER - Misanthropy

 

Nachdem Lifeforce Records bereits im letzten Jahr gezeigt haben, dass sie mit den Portugiesen von WE ARE THE DAMNED auch ein gutes Gespür für metallische Extremitäten haben, veröffentlicht das Label nun mit TEETHGRINDER den nächsten schwerverdaulichen Bastard.

 

TEETHGRINDER sind eine noch recht frische Kombo aus dem Norden der Niederlande, welche sich aus den Überbleibseln von Bands wie DR DOOM und GREYLINE zusammen gefunden haben. Ihr Vorhaben, mit der neuen Konstellation einen dreckigeren, lauteren und noch aggressiveren Klang zu erschaffen, geht auf ihrer Debüt LP voll auf.

„Misanthropy“ ist ein unberechenbarer und in Hass getränkter Klangextremist, der Anhängern von Bands wie ABORTED, BENIGHTED und NAPALM DEATH das Blut in den Adern zum Kochen bringen sollte. Jenseits jeglicher Schallgrenzen prügelt das Quartett auf seinen zwölf Tracks einen Genre übergreifenden Mix zusammen, der sich zum Großteil aus rotzigem Grind und blutspuckendem Death Metal erbaut. Glasklar und druckvoll produziert, demonstrieren TEETHGRINDER eine fundierte spielerische Erfahrung in ihren ausgereiften und durchdachten Sturmattacken, die sie ab und an mit geschickt platzierten Samples auflockern. So erkennt und genießt man nach einigen Hördurchlaufen gar die willkommene Abwechslung im Songwriting, welche für den schon recht extremen Sound der Niederländer sicherlich auch nötig ist.

 

Wer sich in seinen Marathonläufen gern von Psychopathen mit Kettensägen jagen lässt und ohne die Tagesration Death Grind kaum einschlafen kann, wird in „Misanthropy“ mit großer Sicherheit die ein oder andere Perle für sein Mixtape finden. Hörer mit schwachen Nerven sollten lieber in der nächsten Bravo Hits ihren Höhepunkt suchen.

 

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Mulder

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