Plattenkritik

THE HARPOONIST & THE AXE MURDERER - A Real Fine Mess

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 22.04.2016
Datum Review: 07.05.2016
Format: CD Digital

Tracklist

 

01. Black And Blue
02. Do Watcha
03. Tea For Two
04. Mama's In The Backseat
05. Closer To Death
06. Feel Me Now
07. Don't Make 'em Like They Used To
08. My Paradise
09. In And Out Of Love
10. Sweat This Pain
11. Cry A Little
12. In The End
13. Act Your Age
14. A Real Fine Noise

THE HARPOONIST & THE AXE MURDERER - A Real Fine Mess

 

Achtung - die Soul-Hipster ziehen gen Norden. Auf ihre Reise von etwa Portland oder Los Angeles entlang der Kueste nehmen sie nur das Noetigste mit. Dabei bewegen sie sich flink und gewitzt - aber sind immerhin zu zweit. Shawn "The Harpoonist" Hall und Kollege Matthew "The Axe Murderer" Rogers laden zum dritten Mal zum Tanzbein- und Fönfrisur schwingen.
 
Das Duo stammt aus Vancouver, Kanada und setzt dabei nicht unbedingt auf grosse Toene, aber auf bestimmte. So ist "Black And Blue" ein funky Bluesrocksong, der mit Harmonie und Dynamik punktet. Die Gitarren schneiden den Opener ebenso wie "Tea For Two" in feine Scheiben - aber dienen nur zur Untermalung der Indierock-Hymnen, die manchmal an eine Nachtclub-Version der COLD WAR KIDS oder die BLACK KEYS im Harmonika-Wahn erinnern. "Do Watcha" moechte den Bezug zum Blues dick unterstreichen, die Kollaboration von Telecaster und Hicks-Stimme wuerde sogar JACK WHITE angenehm aufstossen. Wahrend "Feel Me Now" spater mit gehacktem Piano und Kopfstimme in Balladengewaessern fischt, kratzt "Closer To Death" zunaechst den Funk der RED HOT CHILI PEPPERS zusammen, reichtert diesen clever mit modernem Pop an aber behaelt den auf "A Real Fine Mess" wirklich konzeptionell klingenden Sound des kanadischen Duos bei. Wer sich luftig durch den Raum bewegen moechte, legt "Don't Make 'em Like They Used To" auf, wem Tradition und Neofolk besser schmecken, kann bis "In And Out Of Love" liegen bleiben. Obwohl klanglich ueberschaubar, bewegen THE HARPOONIST & THE AXE MURDERER waehrend der vierzehn Songs eine Menge Knochen und Adern. "You found me like a treasure / But you lost me like a riddle / You held me like a guitar / But you played me like a fiddle" meint "Cry A Little" und erklaert auf den Punkt, wie sich weder Potential noch Handwerk von "A Real Fine Mess" erlaeutern, sondern bloss erhoeren lassen.

Autor

Bild Autor

Moppi

Autoren Bio

Alt, langweilig, tierlieb.

Suche

Social Media