Plattenkritik

THE MOVIELIFE - Cities In Search Of A Heart

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Info

Release Date: 22.09.2017
Datum Review: 12.09.2017
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

01. Ski Mask
02. Mercy Is Asleep At The Wheel
03. Ghosts In The Photographs
04. Sister Saint Monica
05. Pour Two Glasses
06. Lake Superior
07. Laugh Ourselves To Death
08. Blood Moon
09. You're The Cure
10. Hearts

Band Mitglieder

 

Vinnie Caruana – Vocals
Dan Navetta – Gitarre
Brandon Reilly – Gitarre
Phil Navetta – Bass
Evan Baken – Drums

THE MOVIELIFE - Cities In Search Of A Heart

 

Drive-Thru Records – jeder Fan von Pop-Punk, Emo oder Post-Hardcore kam wohl um dieses Label Anfang der 2000er Jahre nicht herum. NEW FOUND GLORY, FINCH oder THE STARTING LINE waren nur einige Namen, die damals große Erfolge verbuchen konnten. Parallel dazu gab es auch immer diese etwas kleineren Bands, die weniger im Mainstream stattfanden als die Labelkollegen, aber sich gerade bei Genre-Liebhabern großer Beliebtheit erfreuten. THE MOVIELIFE waren eine davon und konnten mit ihren zwei Alben "It's Go Time" sowie "This Time Next Year" eine ordentliche Fanbase auf die Beine stellen. Nach der Veröffentlichung ihrer dritten LP "Forty Hour Train Back To Penn" im Jahre 2003 war dann jedoch Schluss und die einzelnen Mitglieder widmeten sich anderen Projekten. Sänger Vinnie Caruana beispielsweise gründete die Band I AM THE AVALANCHE.

Ganze 14 Jahre später hat sich die Band wieder zusammengefunden, um ein neues Album, diesmal über Rise Records, zu veröffentlichen. Das hört auf den Namen "Cities In Search Of A Heart" und wird gleich mit dem nach vorne gehenden Opener "Ski Mask", mit nicht mal zwei Minuten Spielzeit, eröffnet. Ein Song, der stark an den I AM THE AVALANCHE-Sound erinnert (es soll nicht das letzte Mal bleiben).
Das es sich hier aber um eine THE MOVIELIFE-Platte handelt, beweist die Band im weiteren Verlauf. Jedoch nicht, indem sie so tut, als hätte es die lange Pause nicht gegeben und so klingt wie in der Zeit vor ihrer Auflösung. Das zeigt bereits das darauffolgende schon im Vorfeld veröffentlichte "Mercy Is Asleep At The Wheel" – ein klarer Hit (es soll nicht der Letzte bleiben).

Ein Großteil der Songs ist stark im Alternative angesiedelt. Ihre Punk- und Hardcorewurzeln verleugnet die Band keinesfalls, setzt sie aber wohldosierter ein. Das Songwriting ist reifer und eingängiger geworden. Trotzdem klingen THE MOVIELIFE nie zu glattgebügelt, altbacken oder kippen in Eintönigkeit um – auch weil der Großteil der insgesamt zehn Tracks die Spielzeit von drei Minuten nicht überschreitet.
Einer der wohl größten Unterschiede zu alten Veröffentlichungen liegt in der Tatsache, dass neben schnelleren Nummern auch deutlich ruhigere sowie poppigere Töne angeschlagen werden. "Pour Two Glasses" beispielsweise, dass mit seinem Sound, bestehend aus Akustikgitarre und Streichern, wie eine Fusion aus "Yesterday" von den BEATLES und GREEN DAY´S "Good Riddance (Time Of Your Life)" klingt. Oder das leicht an BRAND NEW zu ihren "Devil And God Are Raging Inside Me"-Zeiten erinnernde "Hearts". Mit diesem Track lässt das Album melancholische und seine ebenfalls letzten Töne erklingen.

THE MOVIELIFE haben mit "Cities In Search Of A Heart" ein mitreißendes Comeback-Album aufgenommen, dass durch viel Abwechslung und der kurzen Laufzeit nie Langeweile aufkommen lässt. So ist die Verführung jedes Mal groß, nach Ende des letzten Songs direkt wieder den Play-Button zu drücken.

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Chris

Autoren Bio

Chris | 31 | Berlin | Student | Katzenfreund | Musik | Shows | Gitarre | Foto | Reisen

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