Plattenkritik

Templeton Pek - Slow Down For Nothing

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Release Date: 27.01.2012
Datum Review: 12.01.2012

Templeton Pek - Slow Down For Nothing

 

Alle waren sie damals im Krieg. Und haben gekämpft. Und sich bewiesen. Murdock und Hannibal, B.A. sowieso und natürlich genauso Face. Knappe zwei Dekaden nach Produktionseinstellung (einer) der wichtigsten TV-Serie(n) überhaupt gräbt ein Trio in Birmingham das Kriegsbeil wieder aus, rührt in den Köpfen der Charaktere und erklärt wohldurchdachten und deutlich sprechenden Punkrock zur Waffe. Nochmal fünf Jahre später ist aus dem (englischen) Feldzug ein (weltweiter) Triumph geworden, der bereits früh im neuen Jahr die Amps aufreißt und wahrhaftig für nix und niemanden einen Gang runterschaltet.

Bruce Dickinson ist bereits Fan, die schwedischen Kollegen von MILLENCOLIN sowieso und auch RISE AGAINST dürften nach letztem Sommer mehr als nur „durchschnittlich begeistert“ sein. Geackert nämlich wurde 2011 im TEMPLETON PEK-Camp nicht zu knapp – trotzdem schmücken die Engländer schon den ersten Monat des Folgejahres wieder mit neuem (EP-)Stoff, der mit melodischen Rohdiamanten wie „Conflict In Memory“ oder dem drückenden „Clarity“ grinsend die Berechtigung für offene Münder unterschreibt. „Slow Down For Nothing“ ist nicht bloß der glasklare Beweis für eine Band, die wuchs, wächst und weiter wachsen wird, sich selbst lohnenswerterweise treu und am Ball zu bleiben - sondern ein kurzes, dennoch vollkommenes Juwel , das eigenständig und mit dem Durchsetzungsvermögen eines Fausthiebes von Mr.T erfolgreich Richtung und Tempo angibt.

Beim Opener „Call To Disarm“ (zum Glück doch Pazifisten!) bereits gewähren Produktion und erstklassiges Arrangement einen Einblick in den nachfolgenden überqualitativen Mix aus IGNITE, FUNERAL FOR A FRIEND und vielleicht sogar (guten alten) RISE AGAINST, der klammert, greift und grabscht anstatt sich arrogant oder unsicher gegen die Stereoanlage zu wenden. Vom Gitarrensound bis zum Liedtext verbinden Neal, Simon und Kev Detailliebe, beherzte Fingerfertigkeit und vorbildlichen Arbeitseifer (nicht mal an amtlichen Streicherarrangements wird hier gespart!) zu einer schlicht funktionierenden EP, die auf mindestens neunzehn der dargebotenen achtzehn Minuten Musik überzeugt.

Was also das A-Team in der Glotze der 80er waren, dürften in einer fairen und gerechten Welt diese drei Briten am internationalen Punkrockhimmel erfahren. Zum Glück hat 2012 gerade erst begonnen...

Trackliste:
1. Signs
2. What Are You Waiting For
3. Clarity
4. Call To Disarm
5. Conflict In Memory

Alte Kommentare

von Bum 17.01.2012 12:33

hammer band!!!!!!!!!!!!!

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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