Plattenkritik

The Accidental - There Were Wolves

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Release Date: 11.04.2008
Datum Review: 01.08.2008

The Accidental - There Were Wolves

 

Neuer Eintrag für das Taschenlexikon: to do the Canadian: 1. Sex mit einem Kanadier haben. 2. Bandkollektiv gründen.

THE ACCIDENTAL, ursprünglich aus allen Teilen Großbritanniens, haben zumindest das letztere gemacht. Eventuell hatten sie auch Sex mit einem oder mehreren Kanadiern, so ganz genau weiß man das nicht. Denkbar wäre bestimmt auch das.
Wie auch immer das Sexleben von Sam Genders (TUNNG), Hannah Caughlin (THE BICYCLE THIEVES) und Liam Bailey aussieht: die 3 britischen Folkies haben sich, der Bandname verrät es, aus Zufall zusammengefunden und mit ein paar illustren Gästen von etwa THE MEMORY BAND ein kleines und feines Musikkollektiv gegründet.

Aus dem luftig lockeren Sound der BICYCLE THIEVES und dem mit Elektrogeschwurbel versetzten Folk von TUNNG wird bei THE ACCIDENTAL ein verträumtes Ensemble mit Loops, Chor und sehr viel Ruhe. „Knock Knock“ kreist um sich selbst, pocht leise vor sich hin. Titeltrack „Wolves“ erinnert ansatzweise an einen TV ON THE RADIO Song in Unterhosen. Verletzlich. THE ACCIDENTAL sind melodisch, leise, nie aufdringlich. Sie klingen wie Freunde am Lagerfeuer. Mit Geigen. Und Gypsies. Und Kakao. Das Lagerfeuer ist heute ein Laptop – der Kakao ist noch da, danke dafür. Nur „Time And Space“ befriedigt die Erwartungshaltung ein wenig: Sanfter Folkpop mit Junge/Mädchen Dynamik. Mit positiver Message. Die Welt ist um dich herum, Kleines. Lebe und sei Teil davon. Hallo, Jostein Gaarder.

Ach und selbst wenn man das schon mal ähnlich gehört hat: man kann THE ACCIDENTAL so was nicht übel nehmen. Dazu sind die drei Musiker inklusive Freundeskreis zu liebenswert.

1. Knock Knock
2. Wolves
3. I Can Hear Your Voice
4. Jaw Of A Whale
5. The Closer I Am
6. Slice Open The Day
7. Illuminated Red
8. Birthday
9. Dream For Me
10. The Killing Floor
11. Time And Space

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Dennis

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