Plattenkritik

The Black Dahlia Murder - Nocturnal

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Release Date: 21.09.2007
Datum Review: 21.09.2007

The Black Dahlia Murder - Nocturnal

 

Es war ein Tag wie jeder andere. Zunächst. Ich stand auf, frühstückte, verabschiedete mich von meiner Familie und stieg in das Auto, um zur Arbeit zu fahren. Um wieder mal einen Tag im Leben zu verschenken. Als ich im Auto saß, legte ich „Nocturnal“ in den CD-Player und fuhr los. Aufgefallen ist mir, dass ich 30 min. früher bei der Arbeit angekommen bin, einen blutigen Geschmack im Mund verspürte und seit langer Zeit mal wieder eine Erektion hatte. Mein Chef fragte, warum ich so früh da sei. Ich biss ihm den Kopf ab und schiss ihm in den Hals. Jetzt habe ich viel Zeit, „Nocturnal“ immer und immer wieder zu hören. Meiner Meinung nach ist THE BLACK DAHLIA MURDER mit „Nocturnal“ ein dermaßen Wesen veränderndes Monster gelungen, dass ich die oft gehörte These, ein 3. Album entscheidet über den Werdegang und Erfolg einer Band, in diesem Fall als Weg nach oben deuten möchte.

Das Album ist fett produziert, zielgerichtet, punktgenau, hier sitzt jedes Break, hier hauen dir die Stakkato-Riffs die Eingeweide aus dem Leib. Richtig angetan bin ich auch diesmal von den Gitarrensoli, die einfach zum Besten gehören, was ich bisher in 2007 gehört habe. Und die Vocals von Trevor Strnad passen wie Faust aufs Auge und wirken nicht mehr allzu „aufgesetzt“. Sie sind das Herzstück des Albums und einfach nur krank. „Nocturnal“ ist etwas mehr Black Metal als seine Vorgänger und der „Core“-Anteil ist fast gänzlich verschwunden. Das Gaspedal wird permanent auf das Bodenblech getreten, Midtempo nein danke. Für Manche ist das Album vielleicht nicht abwechslungsreich genug, aber alle Songs haben hohen Wiedererkennungswert und unterscheiden sich deutlich voneinander. Das Album geht im ICE-Tempo an einem vorbei und ist zu keiner Zeit auch nur einen Hauch von langweilig. Ich freue mich schon auf die kommenden Live-Auftritte der Band und auf das Vorstellen der „Nocturnal“ Songs. Also geht in den Laden eures Vertrauens, kauft euch die Scheibe und passt ein wenig auf euch beim Hören auf. Ich muss nun nie wieder ein Tag im Leben verschenken, dafür vielen Dank an THE BLACK DAHLIA MURDER.

Tracklist:

1. Everything Went Black
2. What A Horrible Night To Have A Curse
3. Virally Yours
4. I Worship Only What You Bleed
5. Nocturnal
6. Deathmask Divine
7. Of Darkness Spawned
8. Climactic Degradation
9. To A Breathless Oblivion
10. Warborn

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt