Plattenkritik

The Gaslight Anthem - The B-Sides

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Release Date: 28.01.2014
Datum Review: 23.12.2013

The Gaslight Anthem - The B-Sides

 

Es weihnachtet sehr. Könnte es zumindest. Brian Fallon und seine Hintergrundbrötchengeber verschlafen jedoch nicht nur ein zeitiges Release, sondern auch das befreiende Kribbeln, was das Fest der Liebe ausmachen könnte.

Die berühmten B-Seiten - nicht mal in Lappaliengefahr, wenn richtig aufgegriffen. THE GASLIGHT ANTHEM empfehlen sich nach diversen Singles und vier Alben sowie einer Auswahl an EP- und Samplerbeiträgen und würfeln mehr Akustisches als Aufregendes zu einem klammen Versuch zusammen. Natürlich ist Fallons Stimme zur schüchternen Westerngitarre alles andere als unspektakulär, die "stripped down version" von " The '59 Sound" ist trotzdem einer der raren Momente, wo "The B-Sides" aufhorchen lässt. Dem treuen Anhänger sind die elf Tracks eh bereits vertraut - einem durchschnittlichen "Gaslight-ganz-ok-Finder" beschert die Band aus New Jersey mit diesem Patchworkalbum jedoch keineswegs einen köstlichen Appetizer. "She Loves You" ködert mit Kumpelchören und Lagerhallenatmosphäre, PEARL JAMs "State Of Love And Trust" gibt es in schmissiger Liveversion. "Songs For Teenagers" allerdings wird dem Original nicht gerecht, hier klingt Fallon, als habe er nur zwei Minuten Zeit aufbringen wollen, um sich dem FAKE PROBLEMS-Cover zu nähern.

Allgemein ist "The B-Sides" schnell abgenutzt und bietet bloß hier und da den wichtigen Anstoß, der THE GASLIGHT ANTHEM auch bei dieser Zusammenstellung von Stücken aus den Jahren 2008-2011 hätte gelingen können. Gänsehaut oder Spannungskurve, Herzschmerz oder ehrlicher, durchgeschüttelter Rock'n'Roll - das konnte der Vierer und kann es mitunter noch immer. Die Akustikgitarre als solche muss keinesfalls Stillstand bedeuten, wissen wir seit Dave Hause oder Frank Turner. Mit "Boxer" in der zurückgelehnten Sternenhimmelversion oder dem traurigen und intensiven "Once Upon A Time" zeigt sich dieses knappe und eher zweckmäßig wirkende Werk trotzdem zu oft von einer erschöpften statt feierlichen Seite, die B-Seiten ruhen lassen statt ueber alte Dielenböden pferchen sollte.

Trackliste:

1. She Loves You
2. The ’59 Sound (Acoustic)
3. State Of Love And Trust (Live)
4. Tumbling Dice
5. The Queen Of Lower Chelsea (Acoustic)
6. Songs For Teenagers
7. Great Expectations (Acoustic)
8. Antonia Jane (Acoustic)
9. American Slang (Acoustic)
10. Boxer (Acoustic)
11. Once Upon A Time

Alte Kommentare

von Bruce Springsteen 23.12.2013 18:57

Mal wieder großartig versemmelt, das Review. Schon in der Einleitung und im anschließenden ersten Satz lässt sich klassicher Moppismus mit abgedrehten Satzbauten und windschiefen Metaphern erkennen, das abschließende Satzmonster wird wohl auf ewig vergeblich darauf hoffen, von irgendwem verstanden zu werden.

von Hä? 24.12.2013 02:29

klingt doch logisch und kompakt?!

von Matt Skiba 24.12.2013 12:27

Is' klar.

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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