Plattenkritik

The Hush Sound - Like Vines

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 06.06.2006
Datum Review: 13.06.2006

The Hush Sound - Like Vines

 

Da soll noch mal einer sagen, die ganzen Internet Comunities würden den Künstlern nichts bringen. Pete Wentz von FALL OUT BOY stieß bei seinen Wanderschaften durch die Landschaften des World Wide Web nämlich auf die Purevolume Seite einer jungen Band aus Chicago mit dem Namen THE HUSH SOUND. Wenig später signte man die Band zum eigenen Fueled By Ramen Sublabel Decaydance und re-releaste das Erstwerk "So Sudden". Seitdem ist ein wenig Zeit vergangen und neben Bands wie GYM CLASS HEROES haben auch die derzeit gehypten PANIC! AT THE DISCO eine Heimat bei Decaydance gefunden. Mit "Like Vines" steht nun der zweite Longplayer der Band in den Startlöchern und es hat sich einiges getan...

Ähnlich wie die benannten Kollegen von PANIC! AT THE DISCO kreieren THE HUSH SOUND eine ziemlich experimentierfreudige und exotische Musikmixtur, die gar nicht so leicht zu klassifizieren ist. Am ehesten kann man die beiden Combos noch miteinander vergleichen. Das Quartett aus Chicago hat sich eine Mischung aus Folkpop und Rock zum musikalischen Fundament gemacht, welches stark durch die Pianoharmonien von Greta Salpeter geprägt wird. Ausgehend von dieser Basis experimentiert man mit allerhand ungewöhnlicher Rhythmik die beispielsweise schon fast nach 50ies Swing ("We Intertwined") oder ganz einfach nach Zirkusmusik klingen, wie das grandiose und außergewöhnliche "Lions Roar". Bei aller Experimentierfreude zeigen sich die Songs unglaublich eingängig und mit jeder Menge Ohrwurmpotential. Von den vier Bandmitgliedern darf jeder Mal sein Stimmchen einsetzen, Hauptakteure sind hier jedoch Greta Salpeter und Bob Morris, die sich die Gesangsparts gleichmäßig aufteilen. Es bekommt entweder jeder seinen eigenen Song, Bob mit seinem hellen Emostimmchenen und Greta und ihr glasklares Organ, welches mich an Michelle Nolan von STRAYLIGHT RUN erinnert. Besonders schön ist die Kombination der beiden bei einem Song wie "Wine Red". Eines weiteres Highlight, "Don't Wake Me Up", mit seinem ungewöhnlichen Beat, überrascht dann noch mit einem Gastauftritt von FALL OUT BOYs Patrick Stump. Des weiteren brilliert die Band sowohl bei den langsamen, balladesken Stücken als auch bei den Uptempo Nummern.

Für die Produktion von "Like Vines" zeigte sich neben Stump auch Sean O'Keefe verantwortlich, der bei FALL OUT BOY oder MOTION CITY SOUNDTRACK großartiges bewirkte. Es riecht alles ziemlich nach Durchbruch für die junge Band und mit einer Scheibe wie "Like Vines", fernab der musikalischen Gleichschaltung, hat man sich dies auch verdient.

1 We Intertwined
2 A Dark Congregation
3 Sweet Tangerine
4 Lions Roar
5 Lighthouse
6 Don't Wake Me Up
7 Where We Went Wrong
8 Magnolia
9 Wine Red
10 Out Through The Curtain
11 You Are The Moon

Alte Kommentare

von mimi 18.06.2006 15:52

ui, gefällt mir sehr gut

von *johnny 04.07.2006 06:10

Das einzige was Decaydance Records jemals rausbringen werden was mir gefallen wird, wird die neue LIFETIME sein. Alles andere ist mir einfach zu weichspülerisch.

von atomic 04.07.2006 08:41

\"weichspülerisch\" was für ein phrasengedresche... die jungs und das mädel gehen andere wege und sind verdammt kreativ, das ist alles

von *johnny 05.07.2006 05:36

ich sag doch: lifetime!!

Autor

Bild Autor

Torben

Autoren Bio

Allschools Chef

Suche

Social Media