Plattenkritik

The Man-Eating Tree - Harvest

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Release Date: 25.11.2011
Datum Review: 28.11.2011

The Man-Eating Tree - Harvest

 

Die Band der Ehemaligen (SENTENCED, POISONBLACK) mit ihrem zweiten Album. Und wieder vertonte Tristesse. Diesmal allerdings nicht immer wunderschön, sondern zu viel Monotonie unter finnischen Schneetannen. Durchgängig ruhig mit ab und zu bratenden Gitarren findet „Harvest“ einfach zu wenig da statt, wo es hin wollte: Atmosphäre, Intensität und lodernde Glut der Gefühle. Songs wie „Exhaled“ zeigen, dass sie es können. Da greifen die Sangeslinien, da zünden die Hooks, es wird schauderhaft schön und anmutig zugleich. Die Key-Passagen unterstützen diese klangliche Einöde und zementieren ein Bild wohliger Wärme bei gleichzeitigem Rückenschauer. Ein Song allerdings reicht nicht aus, um ein ganzes Album zu tragen. Etwas nervend der immer gleiche Songaufbau, etwas zu aufgesetzt diesmal eine Stimme, die zwischen beschwörend und aufbrausend pendelt und zu sehr das Geschehen dominiert. Wenn sie es dann doch mal schaffen („Exhaled“, siehe oben), dann erinnern sie mitunter an ruhige MY DYING BRIDE. Und an diese kommen sie bei weitem nicht heran. Schade eigentlich.

Tracklist:
1. Harvest Bell
2. At The Green County Chapel
3. Code Of Surrender
4. Armed
5. Like Mute Companions
6. Exhaled
7. Down To The Color Of The Eye
8. Incendere
9. All You Kept Free
10. Karsikko

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

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