Plattenkritik

The Mars Volta - The Bedlam In Goliath

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Release Date: 25.01.2008
Datum Review: 28.01.2008

The Mars Volta - The Bedlam In Goliath

 

Nicht ohne mein LSD! Das wahnsinnige Künstlergespann Omar Rodriguez-Lopez und Cedric Bixler-Zavala aka THE MARS VOLTA kehrt mit ihrem vierten Longplayer und zeitgleich einer irrwitzigen, medial ansprechend umgesetzten Promogeschichte in unsere Sphären zurück. Alles nahm seinen Anfang in Jerusalem, wo der auch diesmal für die Produktion verantwortliche Omar das sogenannte "Ouija-Brett" bzw. Hexenbrett erstand. Beide Musiker spielten fleißig mit dem neuen okkulten Gadget herum und entfesselten hierdurch eine nicht enden wollende Pechsträhne, die an dieser Stelle nicht weiter thematisiert werden soll. Mit "The Bedlam In Goliath" betreibt man nun den auditiven Exorzismus in bester Latino-Prog Manier und hat zur Sicherheit, das verfluchte Brettchen irgendwo tief verbuddelt.

Vom ersten, desillusionierten Ton des hektischen "Aberinkula" an hetzt man als Zuhörer durch ein schier undurchdringliches Prog-Labyrinth zwischen spacigen und orientalischen Klangwelten, Flamenco-Sprengsel und dem Falsetto-Wahnsinn des Cedric, bei der die beiwohnende MARS VOLTA GROUP lediglich Statistenrollen einnimmt. Mittlerweile hat man sich ja auch schon an diese verwirrenden Klang- und Soundfetzen und die gerne scheinbar nicht zu Ende gedachten Melodien gewöhnt, die auch schon das Vorgängeralbum "Amputechture" charakterisierten. Insgesamt ist "The Bedlam In Goliath" jedoch ein ganzes Stück straighter und
auch ein wenig fokussierter ausgefallen und neben ausuferndem Klangkolossen hat man sogar mit "Wax Simulacra" die eigene Kreativität aufs handliche Radioformat beschnitten. Und trotzdem werden sich mal wieder die Geister an Rodriguez-Lopez und Bixler-Zavala scheiden, zu abgedreht sind teilweise anstrengend gestaltet sich ihr kreativer Output. MARS VOLTA Liebhaber dürfen sich jedoch über eine weitere Release-Perle mit etwas besserem Zugang freuen, lediglich die x Seiten umfassende Promogeschichte hätte man sich wirklich sparen können.

Tracks:
1. Aberinkula – 5:45
2. Metatron – 8:12
3. Ilyena – 5:36
4. Wax Simulacra – 2:39
5. Goliath – 7:15
6. Tourniquet Man – 2:38
7. Cavalettas – 9:32
8. Agadez – 6:44
9. Askepios – 5:11
10. Ouroborous – 6:36
11. Soothsayer – 9:08
12. Conjugal Burns – 6:36

Alte Kommentare

von pat 29.01.2008 08:15

hammerplatte!

von man... 29.01.2008 13:17

...eine Band an der sich die Geister scheiden! Meiner Meinung nach genial und unerreicht! Aber auch keine Musik, die man zu jeder Zeit hören kann!

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Torben

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Allschools Chef

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