Plattenkritik

The Matches - Decomposer

Redaktions-Rating

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Release Date: 08.09.2006
Datum Review: 27.08.2006

The Matches - Decomposer

 

"E. Von Dahl Killed The Locals" war ein echt ansehnliches Poppunk Release der MATCHES, aber wer hätte damit gerechnet, dass das Nachfolgealbum und damit der zweite Longplayer der Jungs aus Oakland, California gleich so ein Burner wird? Epitaph Records haben das große Glück "Decomposer" Anfang September auf die Musiklandschaft loszulassen.

Mit klassischem Poppunk hat "Decomposer" jedoch nicht mehr viel gemeinsam und THE MATCHES gehen auch einen Ansatz, den man eher aus dem Hip Hop Business kennt. Für 13 Songs arbeitete man nämlich mit 9 verschiedenen Produzenten zusammen und sicherte sich nicht nur daher ein ausgesprochenes Abwechslungsreichtum. Die Band hatte einfach so viele Auswahlmöglichkeiten und wollte die verschiedenen Kooperationen nicht missen. So zählen beispielsweise BLINK 182s Mark Hoppus zu den Produzenten, der bereits ausgezeichnete Arbeit für MOTION CITY SOUNDTRACK leistete. Auch RANCIDs Tim Armstrong (TRANSPLANTS, PINK) war mit von der Partie. Weiterhin sollten auch GOLDFINGERs John Feldmann (THE USED, STORY OF THE YEAR), NICK HEXUM sowie Epitaph Labelgründer Brett Gurewitz nicht unerwähnt bleiben. Sie alle verzichteten auf ihre üblichen Gagen und gaben sich mit den Credits zufrieden.

Nun aber zum grandiosen Album welches mit "Salty Eyes" akustisch, episch und mit fast orchestraler Untermalung unglaublich gut startet. Nach den ruhigen Klängen ist ein wenig punkiges New Wave Feeling mit Electroparts angesagt und "Drive" scheucht einen erst einmal penetrant auf die Tanzfläche. Packend und mit vielen außergewöhnlichen musikalischen Perlen setzt "Decomposer" nach und nach Glückshormone beim Zuhörer frei, bevor der Überhit "Little Maggot" mit seinem packenden Refrain den letzten Skeptiker überzeugt. Immer wieder setzen THE MATCHES Synthie Sounds ein, streuen sogar kurzzeitig Breakbeats ein. Maßgeblich überzeugen die Songs durch den eigenwilligen und ziemlich hohen Gesang von Frontmann Shawn Herris, der bei "Sunburn vs. Rhinovirus" auch mal ein wenig an THE BLOOD BROTHERS erinnert. Eigentlich ist jeder Song auf der Scheibe ein Hit, neben den erwähnten Songs seien jedoch noch "Didi (My Doe Part 2)" und "Papercut Skin" hervorgehoben. Und jetzt noch einmal in aller Deutlichkeit: Völlig unerwartet haben THE MATCHES hier eines der besten Genre-Alben dieses Jahres serviert, hier kann man definitiv lange von zehren.

1. Salty eyes
2. Drive
3. Papercut skin
4. Clumsy heart
5. Little maggot
6. What Katie said
7. Sunburn vs. The Rhinovirus
8. Lazier than furniture
9. Didi ( my doe part 2)
10. You (don't) know me
11. My soft & deep
12. Shoot me in the smile
13. The barbers unhappiness

Alte Kommentare

von mfzb4ever 04.09.2006 21:24

\"Und jetzt noch einmal in aller Deutlichkeit: Völlig unerwartet haben THE MATCHES hier eines der besten Genre-Alben dieses Jahres serviert, hier kann man definitiv lange von zehren.\" Das unterschreibe ich! ... Eine komplette Scheibe, mit Ausnahme vielleicht von You (don\'t) know me, welches mich persönlich (vorerst noch) eher nervt als fesselt! Aber sonst... Geil. Experimentell und gelungen.

von r4ge 23.09.2006 14:09

ich stimme dem autor und dem kommentar 100%ig zu! eine wahre orgie experimenteller, rockender, durchdachter musik!! wahnsinn 9/10 punkte!

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Torben

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