Plattenkritik

The Storyteller - Underworld

Redaktions-Rating

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Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 29.10.2005

The Storyteller - Underworld

 

Ich selber tue mich immer schwer, solche Bands genau einzuordnen, weil ich gewisse Genre-Unterschiede nicht nachvollziehen will. Deshalb würde die neue Storyteller bei mir True/Power/Melodic Metal gleichsam sein.

Die Paten sind schnell aufzulisten: Die eigenen Landsleute von Hammerfall oder Nocturnal Rites, deutsche Kollegen wären Iron Savior, Running Wild, Edguy oder Gamma Ray. Aber mal von Anfang an: der Opener "Changeling" ist nicht sonderlich gut gewählt, ist völlig 08/15 und schürt die Befürchtung, dass das Material so bleiben wird. Besser wirds beim zweiten Track "Eyes Of The Dead", dessen flotte Gitarrenmelodie mich zwar deutlich an Running Wild's "Black Hand Inn" vom gleichnamigen Album erinnert, sonst aber gut reingeht. Ihr grösstes Problem zeigen die Schweden beim folgenden "Fiddler" wieder auf: Langsame Stücke sind nicht ihre Sache. Demzufolge ist das flotte "Watcher In The Deep" auch wieder wesentlich angenehmer. Was wiederrum auch zu der Tatsache führt, dass die schnellen Stücke relativ austauschbar klingen und vom Stil her praktisch identisch erscheinen. Diese CD ist zwar einerseits nett zu hören, aber an sich ist die Musik praktisch inspirationslos und hat nichts von den belebenden Elementen, die Hammerfall einst in die Szene eingebracht haben. Die schnellen Lieder sind genretechnisch okay, allerdings recht einfältig und unspektakulär. Ich persönlich gebe der neuen Gamma Ray den Vorzug.

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Moritz

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