Plattenkritik

The Used - Artwork

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Release Date: 28.08.2009
Datum Review: 05.11.2009

The Used - Artwork

 

Bert McCracken und THE USED sind mit der Chart-Screamo Welle nach ganz oben gespült worden, und hielten sich fortan auf McCrackens Erbrochenem und gestärkt durch vielfältige, multimedialer Präsenz abseits ihrer Musik in den Köpfen der Zielgruppe. Man coverte gemeinsam mit den ebenfalls äußerst erfolgreichen MY CHEMICAL ROMANCE "Under Pressure" von QUEEN und DAVID BOWIE bevor das Zerwürfnis der beiden Frontmänner Way und McCracken für reichlich Spekulationen sorgte. Stets blieben THE USED dem eigene Rezept treu und versuchten die Intensität des Debüts mit jedem weiteren Album erneut zu replizieren - mit kontinuierlich schwindendem Erfolg.

Ein anderer Produzent sollte beim neusten Streich der Band, "Artwork", Heilsbringer sein. Haus-Knöpfchendreher Feldmann wurde in die Wüste geschickt, Matt Squire (PANIC! AT THE DISCO, TAKING BACK SUNDAY, 3OH!3) verpflichtet und der "neue" Sound firmierte fortan euphemistisch unter dem Label "Gross Pop". Also was hat sich nebst der Neuanstellung von Drummer "Dan Whitesides" geändert? "Artwork" ist in der Tatt poppiger geworden und trägt den gewohnt zuckrigen Squire-Überguss, das komplette Orchester-Aufgebot inklusive (besonders zu hören bei "Kissing You Goodbye"). Simuliert man beim Opener "Blood on my hands" noch vermeintlich aggressive Durchschlagskraft wird es nachfolgend weitesgehend Kuschelrock-seicht. THE USED haben ganz auf Balladenmodus umgeschaltet, radiofreundlich und mit einem vermeintlich düster-markaberem Unterton. Authentische Ausbrüche am Rande der Stimmbandbelastungsgränze kann man lange suchen, ausgefeiltes Songwriting und Überraschungen sowieso. Und so verspielen THE USED mit klebrigem Pathos und einfältiger Düsterpoesie - You could be empty / and I can be right here empty with you / or You can be hollow and I can be right here hollow with you / If you want to say goodbye to everything / I could say goodbye too / I can be right here empty with you ("Empty With You") oder Don't let me go, don't say goodbye / 'Cause you know that I'm not alive / let me go, don't say goodbye / Don't let this love die ("Kissing You Goodbye") jegliche letzte Chance, die manch ein Fan ihnen noch einmal eingeräumt hat. Willkommen Belanglosigkeit!

Track Listing:
1. Blood On My Hands
2. Empty With You
3. Born To Quit
4. Kissing You Goodbye
5. Sold My Soul
6. Watered Down
7. On The Cross
8. Come Undone
9. Meant To Die
10. The Best Of Me
11. Men Are All The Same

Alte Kommentare

von das 05.11.2009 21:21

ist aber wahrhaft traurig....

von pony 06.11.2009 02:29

leider total zutreffendes review... geht gar nicht das album.

von @Torben 06.11.2009 08:31

von dir habe ich seit ich diese seite lese (und das sind jetzt 3 jahre) noch nie eine so schlechte wertung gesehen

von kermit 06.11.2009 08:41

man ist die platte schlecht!

von chucky 06.11.2009 17:50

die platte mag zwar etwas poppig sein, gefällt mir trotzdem gut 8/10. sold my soul sollt mmn noch erwähnt werden.

von @chucky 06.11.2009 18:55

Das ist nicht dein Erst oder? 8/10 ?

von chucky 06.11.2009 20:42

okay 7,5 ;-), andere platten fand ich dieses jahr viel enttäuschender (billy talent, atreyu, rancid...). ich mag zwar auch die alten sachen lieber, aber das kann einfach kein maßstab mehr sein. zu lies for the liars wieder ein fortschritt. bei längeren autofahrten ist dies eine sehr genügsame platte!

von check 15.11.2009 12:11

eine so eine talentierte band...furchtbar, was drogen anrichten können!

von mega 15.11.2009 14:12

gut

von rob 12.12.2009 20:20

ach ihr habt alle kein plan und hört eh nur eure screamo scheiße die mit synthies überflutet is

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Torben

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