Plattenkritik

Torpedo Holiday - Unbetitelt

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Info

Release Date: 15.12.2012
Datum Review: 01.12.2012

Torpedo Holiday - Unbetitelt

 

TORPEDO HOLIDAY machen zusammen Musik. Weil es für sie Ausgleich, Spaß, Freundschaft und Freiraum bedeutet. So, oder so ähnlich steht es in der Band Info, die ich zu dieser unbetitelten EP bekommen habe.
Dass es sich hierbei um Freunde handelt, die eine gehörige Portion Spaß und Leidenschaft in dieses Projekt stecken, merkt man bereits ab der ersten Sekunde. Hier geht es nicht darum Trends nachzueifern oder Musik zu spielen die jedem gefällt - nein, hier geht es viel mehr darum, die eigens präferierten Musikstile (Punk, Screamo, Post-Hardcore und auch ein Stück weit Indie) zusammen mit tiefgründigen Texten in einen großen Kochtopf zu werfen, ordentlich zu verrühren, um dann eine möglichst eigenständige, aber im Kopf bleibende Musik zu gewinnen.

Dass TORPEDO HOLIDAY das außerordentlich gut gelingt, beweist bereits das erste Lied Haut euch selber. So erinnert es teilweise an die neue, sehr shoegaze-lastige EP von THE TIDAL SLEEP, teilweise aber auch an alte CAPTAIN PLANET Lieder: verträumte Gitarren treffen hier auf die teilweise verzweifelte, teilweise sehr anklagende Stimme von Sänger Torsten, der auf dieser EP sehr viel analysiert, kritisiert und fordert; getreu nach dem Motto: Stillstand ist Rückschritt. Manchmal wünsch ich mir das Ende von Planet der Affen Teil 2 oder 4 und ich denke, dass manchmal, manchmal immer ist.
Aber auch die Themen Wut und Trauer dürfen natürlich nicht fehlen und so handelt das letzte Lied der EP Falscher Rasen eben von der Ernüchterung, dass egal was einem selbst passiert, die Welt sich für den Rest der Menschheit einfach weiter dreht, so als wäre nichts passiert. Ist traurig und niederschmetternd, stimmt aber so.

TORPEDO HOLIDAY gelingen es mit ihrer ersten Veröffentlichung direkt sehr weit oben mitzumischen und müssen sich keinesfalls vor den schon bekannten großen Bands verstecken. In der Hoffnung, dass da demnächst noch mehr kommt, kann man sie zumindest bald wieder live erleben. Denn bald kommen sie mit FAVORIT PARKER & TIGERYOUTH auf eine kleine Tour, in der die Running Order per Schnick-Schnack-Schnuck ausgespielt wird, sollte man auf keinen Fall verpassen.

Alte Kommentare

von o_O 01.12.2012 19:11

HAAALt STOOP! macht frauentausch-andreas jetzt musik? kann den "gesang" leider nicht wirklich ernstnehmen....

von ... 03.12.2012 11:57

und ich kann dich nicht ernstnehmen...

von Dr.Ton 03.12.2012 12:45

"Dass es sich hierbei um Freunde handelt..." ist zweifellos am Gesang zu erkennen. Jeder andere hätte den Sänger schon lange rausgeschmissen.

von lukas.. 04.12.2012 06:38

der gesang an sich ist eigentlich gar nicht schlimm. es sind eher die background-vocals, die so richtig richtig scheiße klingen. platte an sich ist leider viel zu durchschnittlich. noch dazu passt die produktion nicht wirklich; ein tödlicher mix in einem momentan ziemlich aufsteigenden genre...

von hab die band... 04.12.2012 10:39

..schon live gesehen, da reissen sie ungefähr alles ab. die beiden aufgenommenen songs wirken dagegen unfassbar zahnlos. naja, besser so als andersrum.

von dennis 11.12.2012 13:09

kann die kritik nicht nachvollziehen. ist halt punkrock, mehr übrigens, als captain planet und konsorten, würde eher dominic, kurhaus oder oiro nennen. wen interessiert da ne passende stimme oder gute abmischung. finde das übrigens schon alles ziemlich tight für ne band, die sich anscheinend nicht aus ex-blabla-mitglieder besteht.

von albern 14.01.2013 17:24

auf platte 90er posthardcore, live 90er screamo. kommt im hier und jetzt an.

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Fabian

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