Plattenkritik

True Rivals (ex-The Revenant) - Same

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Release Date: 17.06.2014
Datum Review: 28.06.2014

True Rivals (ex-The Revenant) - Same

 

Von Alternativerock-Kinderstube bis Werbespot-Pop haben sich Derik Envy, Kevin Besignano, Nathan Walker und Trevor Jackson selbst bereits mit allen Wassern gewaschen. Was jetzt wieder zaehlen soll ist der unabhängige, grantige Arschtritt ohne Erklärung oder Verpflichtung. Mit ihrem selbstbetitelten Debuetalbum koennten es die Kalifornier kaum anteckender und eindeutiger angehen.

Wie das Zusammentreffen (ehemaliger) Mitglieder von LIT, BULLETS AND OCTANE oder UNWRITTEN LAW klingt der melodische aber unverfrorene (Street-)Punk zunaechst einmal gar nicht. Geloest und knackig schaelen sich THE REVENANT mit "Roots Rock'N'Roll" aus der Sonne in Richtung Schweden oder Boston - spaetestens zu der geschnitzten Gitarre und dem Gang-Chorus von "White Collar Crime" lassen sich RANCID oder die STREET DOGS als deutliche Einfluesse der Band nicht mehr leugnen. "Dead Weight" liebaeugelt mit dem dreckigen Offbeat der Marke Armstrong - "Can't Stay" zieht sich dynamisch an fruehem, shreddendem Calipunk hoch. Anstatt sich gruen und blau durch die Nachbarschaft zu kopieren allerdings laedt der Vierer aus Los Angeles mit Hooklines und Punch nach, dass die zehn Songs zu keinem Zeitpunkt einen moeglichen Ausfall zu befuerchten haben. THE REVENANT spucken lieber auf den Buehnenboden, als sich mit tonal 110%igen Backgroundchoeren abzuackern.
"Can't Take That From Us" eilt als Einstiegsdroge voraus und verkuendet Erfolg - denn tatsaechlich klingt "The Revenant" in der Summe so sprudelnd und lebendig wie eine Hummel in der Bierdose. "To our hearts we stay true" nennt der Kuenstler das - und trifft den Nagel damit so auf den Kopf, wie Gastsaenger JOEY BRIGGS es mit seinem "Punkrock-Wort-zum-Sonntag" bei "Turn It Around" vormacht. Ihr Vorhaben, ehrliche und unverkrampfte Rockmusik mit den Haenden in der Steckdose zu spielen, haben THE REVENANT somit frueher durchgeboxt als mancher Gleichgesinnte, dem es entweder an ungeheuchelter Outlaw-Attituede oder dem Gespuer fuer hoechstansteckende Melodieboegen fehlt.

Trackliste:

01. Roots Rock'N'Roll
02. Dead Weight
03. White Collar Crime
04. Can't Stay
05. Hopeless
06. Can't Take That From Us
07. Stay True
08. Turn it Around
09. Right Behind
10. Armageddon

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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