Plattenkritik

Trusted Few - And Then We Forgot

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Release Date: 24.10.2011
Datum Review: 04.10.2011

Trusted Few - And Then We Forgot

 

Dänemark ist sicherlich in Sachen Musik (gerade im weit umfassenden Metal-Bereich) ein Begriff (Stichwort Danish Dynamite), allerdings verstecken sich unter diesem wohl weniger Screamo/Emo/Post-Hardcore Bands. So verwundert das Engagement von TRUSTED FEW bei Target doch ein wenig, denn das Label ist vielmehr für reinen Metal Stoff bekannt. Aber das bereits 2010 in DIY Manier veröffentlichte Debüt „And Then We Forgot“ nimmt schnell Wind aus den Segeln und kann als Alternative zu ähnlich gelagerten Bands wie vor allem SHAI HULUD (bezogen auf die Post) und diversen amerikanischen/europäischen Szeneemobands durchgehen.

Jedes Bandmitglied scheint sich am Gesang zu beteiligen, denn von Anfang an fällt eine rege Sängerarbeit auf, die sich in zahlreichen Clean-Nuancierungen und derbem Shouting entlädt. Die Songstrukturen sind mitunter sehr vertrackt und fast wild, gehen aber immer voll auf den Refrain, der dann vor Emotionalität strotzt. TRUSTED FEW bepflanzen ihr Grundstück viel mit weichem Kram, wobei auch immer wieder harte und schnelle Blumen den Weg in die Erde gefunden haben. Insgesamt zeigen sich die Dänen auf „And Then We Forgot“ sehr ambitioniert und wollen abgeklärt wirken (wenn sie diverse Stile unter einen Hut bringen wollen), allerdings fehlt ihnen noch das Zünglein an der Waage, um aus einem ausgewogenen Album etwas Entscheidendes zu machen. Nichtsdestotrotz ist diese Band im Ohr zu behalten wenn es darum geht, Melodie und Härte auf geschickt vertrackte Art und Weise zu verbinden.

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Clement

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Ich fühle mich zu alt

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