Plattenkritik

Turbo ACs - Kill Everyone

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Release Date: 24.06.2011
Datum Review: 14.06.2011

Turbo ACs - Kill Everyone

 

Wo hab ich nur..? Ah, da: Die Chucks passen noch, die Jeansjacke ist an ihrem Platz. Für das weitere Wohlfühlumfeld sorgt der Sound der New Yorker, die nach „Live To Win“ nochmals die Kurve gekriegt haben. Wenn diese Kurve für den schweren, blauen Cadillac auch erheblich enger geworden ist...

„Kill Everyone“ – der Titel erklärt das neue Werk etwas überheblich, denn die TURBO A.C.´s haben mit den Jahren zugelegt – und zugleich abgelegt: Der Surfeinschlag ist seltener zu erkennen, dafür schweift man öfter vom geraden Rock´N Roll-Standard ab. Mal klingt das fast so schwedisch wie frühere HIVES, mal so tragend und bauchig wie MONSTER MAGNET, aber stets blinzeln die dreckigen und großstadtversuchten Autoschrauber durch. „Feed You To The Sharks“ klingt als Opener fast etwas reserviert und künstlich, nicht so lebendig und verrucht, wie es die blutrünstige Lady auf dem Cover verspricht. Erst mit „Into The Vortex“ erkennt man klar die New Yorker, die bereits seit 5 Jahren Bier und Kippen durch vier statt durch drei Mitglieder teilen. Schaltet der Titelsong noch einen Gang runter um Luft zu holen, so hat man mit „Forget Everything“ die altbekannten, keifenden A.C.´s um sich, die auch im Bandjahr Nummer 15 in der Lage sind, mit neuen Facetten und gekonnten Experimenten zu überraschen.
„You´re So Stupid“ wäre für die bisherigen Verhältnisse sicher ein solches Experiment, jedoch liegt auch 2011 bei „Kill Everyone“ noch immer ein gehöriges Augenmerk auf straighten, um sich tretenden Nummern wie „Die Tomorrow“ oder „Live Fast Die Slow“ (die Titel erklären sich selbst...). Die TURBO A.C.´s kann man lieben oder hassen, alleine für ihre Loyalität und ihre Verbissenheit steht ihnen jedoch eine Kofferraumladung Zuspruch zu. All das trägt nichts zu den Charakterstärken von „Kill Everyone“ bei, das Album ist eine Checkliste mit lauter Häkchen, ein Grillrost voller Steaks – so dass weder Fan noch Kritiker behaupten könnte, man habe sich nicht bemüht - oder wäre erfolglos aus den Studioräumen auf die Straßen getreten. Die angezerrten Vocals Kevin Cole´s, die driftende Momente des Longplayers wieder auf den Boden der Realität zurückholen und dieser feine Hauch von Geschwindigkeitspsychose – perfekt für platzende Tachometer, ob am Steuer oder auf dem Brett.

Tracklist:

01. Midnight Swim (Intro)
02. Feed You To The Shark
03. Into The Vortex
04. Emergency Room
05. Kill Everyone
06. Forget Everything
07. Acient Chinese Secret
08. Die Tomorrow
09. Sonora
10. Shut Up Pills
11. Black Lipstick
12. Take Me Home
13. Live Fast Die Slow
14. You’re So Stupid
15. Anna
16. Tu Vida Se Acaba Un Minuto A La Ves
17. Live Fast Die Slow (Revisited)

Alte Kommentare

von volldeppen 14.06.2011 22:38

report 2.0 - der schreiber bleibt ein vollidiot ...

von bischen 18.06.2011 16:42

dwarves

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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