Plattenkritik

Underoath - Lost In The Sound Of Separation

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Release Date: 12.09.2008
Datum Review: 29.08.2008

Underoath - Lost In The Sound Of Separation

 

"Define The Great Line" bescherte den bekennenden Christen von UNDEROATH ihren bisher größten Erfolg. Man stieg in den USA auf #2 der Billboard Charts ein und kassierte Gold obwohl man sich härter und wesentlich düsterer als zuvor präsentierte. Das Ausscheiden von der Warped Tour, diverse Gerüchte über Drogenprobleme von Frontmann Spencer Chamberlain und eine mögliche Auflösung ließen jedoch auf so einige Probleme im Hause UNDEROATH schließen. Jene scheint man jedenfalls überwunden zu haben und meldet sich diesen September glorreich mit "Lost In The Sound Of Separation" zurück.

Erneut griff man auf die fruchtbare Zusammenarbeit mit Adam Dutkiewicz und Matt Goldman zurück und knüpfte an den düsteren, sperrigen Sound des Vorgängers an. Befürchtete bzw. erwartete man nach ersten Pressestatements eine wesentlich experimentellere Ausrichtung der Band, präsentiert sich "Lost In The Sound Of Separation" vielmehr als Feinschliff und Veredelung gegenüber der großen musikalischen Umstrukturierungen, die man zu "Define The Great Line" durchgeführt hat. Alles wirkt besser abgestimmt und dennoch aggressiver und düsterer, was sich sofort beim infernalen Opener "Breathing In A New Mentality" manifestiert. An den kleinen Rädchen im UNDEROATH Getriebe wurde gedreht und dass man nun mittlerweile seit 3 Alben auf ein konstantes Line-Up zurückgreifen kann macht sich positiv bemerkbar. Cleane Parts wurden an vielen Stellen noch weiter wegrationalisiert und beklemmende Wut, Schmerz und Verzweiflung wird an die Oberfläche gespült. Die sperrige musikalische Annährung an Bands wie NORMA JEAN oder THE CHARIOT findet weiterhin statt, wobei sich UNDEROATH ihre eigene atmosphärische Identität geschaffen haben. Innerhalb dieser bewegt man sich ebenfalls mit den beiden abschließenden Tracks "Too Bright To See, Too Loud To Hear" und "Desolate Earth... The End Is Here" obwohl sie ungewohnt poppig, balladesk (erstgenannter) bzw. elektronisch, experimentell (zweitgenannter) die Klasse von UNDEROATH
belegen. Großartig!


Tracks:
1. "Breathing In A New Mentality" – 2:37
2. "Anyone Can Dig A Hole, But It Takes A Real Man To Call It Home" – 3:16
3. "A Fault Line, A Fault Of Mine" – 3:22
4. "Emergency Broadcast... The End Is Near" – 5:44
5. "The Only Survivor Was Miraculously Unharmed" – 3:09
6. "We Are The Involuntary" – 4:10
7. "The Created Void" – 4:02
8. "Coming Down Is Calming Down" – 3:15
9. "Desperate Times, Desperate Measures" – 3:28
10. "Too Bright To See, Too Loud To Hear" – 4:31
11. "Desolate Earth... The End Is Here" – 4:07


Autor

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Torben

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Allschools Chef