Plattenkritik

Valpurgis Night - Psalms Of Solemn Virtue

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Release Date: 05.11.2010
Datum Review: 28.10.2010

Valpurgis Night - Psalms Of Solemn Virtue

 

Walpurgisnacht, so wird die Nacht vom 30ten April auf den 1ten Mai genannt. In dieser Nacht treffen sich alle Hexen auf dem Brocken und feiern ein Fest. An diesem heidnischen Glauben haben sich auch VALPURGIS NIGHT orientiert und ihre Band danach benannt. Seit zwei Jahren aktiv liegt nun mit „Psalms Of Solemn Virtue“ das Debütalbum vor.

Ab Sekunde eins erinnern VALPURGIS NIGHT an Szenegrößen wie BLACK SABBATH oder PENTAGRAM, was bedeutet, dass sich die Engländer größtenteils im Midtempo ansiedeln und die Gitarrenriffs drückend und das Schlagzeug schleppend daherkommen. Dabei setzt der Vierer auf eine dichte Atmosphäre, welche durch Synthesizer oder kleinere Samples hervorgerufen werden soll. So richtig zünden möchte „Psalms Of Solemn Virtue“ jedoch nicht. Die Songs gleichen sich dafür zu sehr und selbst nach einigen Durchläufen bleibt fast nichts Bemerkenswertes beim Hörer hängen. Was VALPURGIS NIGHT spielen tuen sie gut, jedoch hat man das alles – meist schon vor Jahrzehnten – schon einmal in dieser Form gehört. Die Produktion des Albums klingt sehr dumpf und an manchen Stellen ziemlich schwammig, als ob das Album wirklich in den frühen 80ern aufgenommen worden wäre. Dies hätte man jedoch heutzutage auch wesentlich besser umsetzen können, ohne Einbußen auf Seiten der Atmosphäre fürchten zu müssen.

So bleibt „Psalms Of Solemn Virtue“ ein solides Doom-Metal Album, welches Potential erkennen lässt. Das Thema der heidnischen Hexenrituale ist interessant und die herangehensweise, durch Schaffung einer dichten Klangwelt, an sich auch nicht verkehrt. Vielleicht hätte man sich aber noch mehr trauen sollen, aus den übergroßen Fußstapfen der Genreveteranen zu treten und eine komplett eigene Note in den Sound einzubringen.


Tracklist:

1. Sword of Damocles
2. Wraith
3. I Monster
4. Broken Spectre
5. Council of Dark Shadows
6. Valpurgis Night
7. Woken By the Silence
8. Jacob's Ford
9. Death Collector
10. Row to the Rhythm

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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