Plattenkritik

Vera Cruz - Skinandteethandnails

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Release Date: 16.11.2012
Datum Review: 20.11.2012

Vera Cruz - Skinandteethandnails

 

Zugegeben, Frankreich ist nicht gerade bekannt für seine Metalcorebands. Vier Franzosen sollen das nun ändern. Die Rede ist von VERA CRUZ und auch, wenn ihr Debüt eine Ansammlung wirklich explosiver Songs ist, wird man schlussendlich nicht richtig warm damit.

In den ersten neunzig Sekunden von "Skinandteethandnails" treten VERA CRUZ so derbe die Tür ein, dass man grinsend zurück tritt und die Meute dankend herein bittet. „Hopeless Knights“ ist wahrer Vorschlaghammer aus rockig, rotzigem Metalcore und einer moshigen New York Hardcorekante. Und im Grunde erfordert es keiner weiteren Erklärung, denn die Art, wie das Quartett aus Paris sich auch auf den nächsten Tracks ihres Debüts präsentiert, ist bekannt und durchaus gern gesehen. Hier mischt man das Schwarzpulver von EVERY TIME I DIE und die Zünder von CANCER BATS und verpackt es in kleine, aber feine Trackgranaten. Da sitzen die Hooks und Breakdowns und Sänger Flavien klingt, als verbrennt er dabei massig Kalorien. So weit so gut.
Fast könnte man von einem neuen, vielleicht sogar den ersten Stern am französischen Metalcorehimmel sprechen, wenn da nicht etwas wichtiges fehlen würde – die eigene Identität. VERA CRUZ klingen zwar recht energisch und entschlossen, aber an sich kommen Songs und ihre bereits zu oft zitierten Passagen ohne großartige Höhepunkte aus. So wird aus der dicken Hose schnell die viel zu enge Hippsterjeans, in die sich schon viel zu viele vor ihnen hinein zwängten. Live weiß das bestimmt zu überzeugen, aber auf Band fehlen da einfach die packenden Argumente.
Und wie meinte bereits ein geschätzter Kollege einmal: „Am Ende des Abends ist Paris eben nicht Buffalo..."

Trackliste:
1. Hopeless Knights
2. The Last of a Dying Breed
3. The Family
4. Black Walls
5. Open Your Eyes
6. The Last Parade
7. Break The Lies
8. Dunwich
9. Walk Alone
10. Last Call
11. American Psycho

Alte Kommentare

von Tobe 21.11.2012 21:17

stimmt so. waren für mich allerdings auch live komplett gesichtslos. die jüngere fraktion fand aber nach ein paar bier gefallen an denen. jedem das seine.

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Mulder

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