Plattenkritik

Vito - Make Good Areas Disturbed

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Release Date: 19.05.2006
Datum Review: 13.05.2006

Vito - Make Good Areas Disturbed

 

Hm den Albumtitel sollte man glaube ich ruhig wörtlich nehmen. Denn nachdem ich die Jungs die Tage live mit Sophia sah, musste ich schon feststellen, dass meine Laune nach der Show sichtlich gedrückt war. Nicht weil ich enttäuscht wurde, sondern weil Vito live eine echte Macht sind, die in Sachen Intensität so mancher Band das fürchten lernt. Vito spielen eine ganz eigene Variante des epischen Postcores, der sich langsam aufbaut und irgendwann in voluminösen Arrangements eskaliert und aufbricht. Aber sie schaffen es auch eine gehörige Portion Pop mit einzubringen, der als Gegenpol zu den hohen und leidenden Gitarren agiert. Die Vocals sind irgendwo zwischen Selbstmitleid und „Hey ist doch alles gar nicht so schlimm“ aber in anderen Momenten erfrischend und kräftig. Ich kannte die Band bis vor kurzem gar nicht und wollte mir den Liveauftritt auch fast entgehen lassen, aber das hätte ich spätesten beim Hören der Platte bereut. Vito sind ein echtes Gedicht, und ziehen sofort in ihren Bann. Eine weitere Charakteristik ist das Glockenspiel was benutzt wird. Es Wieder einmal schön anzusehen wie man mit den konventionellen Mitteln, etwas zu mächtiges und atmosphärisches schaffen kann. Ich bin schwer beeindruckt von einer Band dessen Name ich in Zukunft groß schreiben werde. Freunde der üblichen Verdächtigen wie Mogwai, Sigur Ros oder Mono sollten dem hier ein wenig Zeit widmen, und glaubt mir ihr bleibt hängen!

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Shawn

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