Plattenkritik

Viza - Aria

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 07.03.2014
Datum Review: 14.03.2014

 

Die US-Armenier VIZA erspielten sich über die letzten Jahre mit entwaffnenden Rocksongs, einer gehörigen Prise Folklore und mitreißenden Live-Performances (u.a. als Support für Serj Tankian) einen festen Platz in der europäischen Musikszene.

Die Produktkurzbeschreibung enthält bis auf das viel zu dick aufgetragene Ende sämtliche wesentlichen Bestandteile eines Appetizers. Musikalische Parallelen zu SYSTEM OF A DOWN sind aufgrund der Herkunft Armenien und des Förderers Serj Tankian unumgänglich, allerdings gehen VIZA weniger entsichert und theatralisch vor. Darüber hinaus versprühen sie eine musikalische Vielfalt, die immer in melodisch gehaltene, auf den Punkt kommende Refrains mündet. In „Midnight Hour (Dingle Rock)“ klingen sie sogar wie BILLY TALENT (seht euch bitte mal das formidable Video dazu unten an!). In „Vanished“ zelebrieren sie die Folklore ihrer Heimat, wobei der Charme auch in der Benutzung fernöstlicher Instrumente liegt. VIZA verstehen es auf „Aria“, sowohl technische Kabinettstückchen als auch simple Hooks unter einen Hut zu bringen. Immer wieder überraschen sie mit kleinen Ausreißern, die sie z.B. in die Nähe des Irish Folk („Forward March“) bringen oder auch rotzig punkig („Quicksand“) erklingen lassen. Dabei trägt ihr Sänger zum Gelingen bei, denn seine Stimme geht von wunderschön bis biestig und durch ihn werden die einzelnen Tracks getragen. Da sich auf dem Album auch keine Filler befinden und „Brunette“ noch einmal Richtung Intensität ausschlägt, ist „Aria“ ein klarer Tipp!





Tracklist:
1 – Never Feel
2 – Quicksand
3 – Midnight Hour (Dingle Rock)
4 – Vanished
5 – Viktor’s Vanguard
6 – The Girl That Doesn’t Exist
7 – Forward March
8 – Beneath the Waves
9 – C’est La Vie
10 – Alley in Tijuana
11 – Take Over the World
12 – Brunette

Autor

Bild Autor

Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

Suche

Social Media