Plattenkritik

WATCH OUT STAMPEDE - SVTVNIC

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 24.03.2017
Datum Review: 07.03.2017
Format: CD Digital

Tracklist

 

01 Sharks
02 Feather
03 H.A.T.E.
04 Guacamole Takeover
05 Fingers Crossed
06 Paper Hearts
07 SVTVNIC
08 The Last Walk
09 Wires
10 Solaris

Band Mitglieder

 

Andreas Hildebrandt - Vocals
Dennis Landt - Guitars, Vocals
David Werner - Guitars
Stefan Poggensee - Bass
Tolga Özer - Drums

WATCH OUT STAMPEDE - SVTVNIC

 

Gute Eltern bläuen ihren Kindern folgende Lebensformel ein: „Beurteile etwas nicht nach dem Äußeren“ Blödsinn! Denn der erste Eindruck zählt im Leben. So verhält es sich natürlich auch mit Bandnamen. Wenn dieser z.B. mit „I“ oder „We“ anfangen, aus einem Satz bestehen oder Buchtitel sind, dann wird das nix. Genauso lässt der Name auf den Inhalt schließen, wenn dieser aus drei Wörtern besteht. M E T A L C O R E! Und genau damit beehren uns WATCH OUT STAMPEDE aus Bremen.


Da die Schublade bereits geöffnet ist, muss nach einigen Durchläufen vom dritten Album „SVTVNIC“ (das ist mal ein geiler Name!) nur entschieden werden, ob es zu den Socken, zur Unterwäsche oder den Metalshirts gelegt wird. Mit „SVTVNIC“ werden gängige Klischees bedient. Es finden sich zuhauf wunderschöne, zuckersüße und angepoppte Melodien, die vom Gitarristen (auch irgendwie typisch) vorgetragen werden, wohingegen ein Shouter harsch barsch antwortet. Dabei muss attestiert werden, dass einige Refrains voll ins Schwarze treffen und wie beim Opener im Ohr hängen bleiben – was auch an der guten Klarstimme liegt. Bis zur Mitte kann dem Geschehen auch ohne Weiteres gefolgt werden, will heißen, dass sich einzelne Tracks voneinander lösen und unterscheiden lassen. Hervorzuheben ist hier „Guacamole Takeover“, denn hier regiert auch der Shouter in dem aggressiv bissigem Refrain. Dann wird es aber schwammiger, da alles gesagt wurde und keine neuen Akzente mehr gesetzt werden können. Insgesamt versuchen WATCH OUT STAMPEDE, in einer schmalen Bandbreite relativ abwechslungsreich zu sein, streuen einige elektronische Scharmützel ein, variieren das Tempo, hacken die Parts ab oder setzen auf technische Spielereien. Aber je öfter sich der Silberling um seine eigene Achse dreht, desto gewisser ist die Aussage, dass es sich hier um gut gemachten Metalcore vom Reißbrett handelt. Warum dann zum Überfluss auch noch auf eine Produktion gesetzt wird, die die Drums kitschig, klebrig und plastisch klingen lassen, ist nicht nachzuvollziehen. Bringt doch einfach das nächste Mal mehr Authentizität in den Sound und setzt durchweg auf die Klarstimme, um euer Potential auszuspielen und auf die Zukunft zu setzen.      

Autor

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Clement

Autoren Bio

Ich fühle mich zu alt

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