Plattenkritik

WOLFHEART - Tyhjyys

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Info

Release Date: 12.03.2017
Datum Review: 12.03.2017
Format: CD Digital

Tracklist

 

01. Shores Of The Lake Simpele
02. Boneyard
03. World On Fire
04. The Flood
05. The Rift
06. Call Of The Winter
07. Dead White
08. Tyhjyys

Band Mitglieder

 

Tuomas Saukkonen - Gesang, Gitarre
Mika Lammassaari - Gitarre
Lauri Silvonen - Bass, Gesang
Joonas Kauppinen - Schlagzeug

WOLFHEART - Tyhjyys

 

Vier Jahre sind vergangen, seit Tuomas Saukkonen all seine Projekte, namentlich BEFORE THE DAWN und BLACK SUN AEON, auf Eis legte und mit WOLFHEART ein neues schuf. Seither veröffentlichte der Finne mit seinen, seit 2014 um sich gescharrten Mannen, zwei Alben. „Tyhjyys“ ist nun der dritte Langspieler. Vorweg sei das gesagt, dass man zu den meisten Alben schreiben kann: Wer mit WOLFHEART bislang etwas anfangen konnte, der wird seine Meinung nach dem Hören von „Tyhjyys“ wohl nicht ändern.

Noch immer spielen Saukkonen und seine Mannen melodischen Death Metal, den sie selbst als „Winter Metal“ betiteln, noch immer liegt das Augenmerk der Band mehr auf einprägsamen Melodien, als auf halsbrecherischen Gitarrenläufen. Doch genau hier liegt der Hund begraben. Trafen viele Melodien auf „Winterborn“ und „Shadow World“ noch direkt ins Schwarze, so muss man sich auf dem Drittwerk vieles erarbeiten. Klar, „Boneyard“ oder „Call Of The Winter“ klingen gefällig, die Killermelodien fehlen hier jedoch. Mit „The Flood“ hat man dieses Mal auch eine Nummer an Bord, die ähnlich auch BLACK SUN AEON gut zu Gesicht gestanden hätte. Daneben wirken „World Of Fire“ oder „Dead While“ etwas verloren, weil nichtssagend und höhepunktslos. Des Weiteren bieten WOLFHEART auf „Tyhjyys“ so gar nichts, was man von AMORPHIS oder sogar WINTERSUN nicht schon einmal gehört hätte. Klargesang, der einst seine Projekte kontrastreicher und interessanter gestaltet hatte, sucht man leider auch 2017 vergebens.

So ist „Tyhjyss“ ein solides Melo-Death-Metal-Album geworden, das vor Leidenschaft und Elan nur so strotzt, von dem nach Hören aber leider wenig zurückbleibt. Oft wären weniger Elemente und klarere Strukturen zielführender gewesen. Wer noch immer der Meinung ist, Saukkonen hätte seine Kreativität besser dosiert in mehreren Bands untergebracht, der sieht sich hier bestätigt.

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Manuel

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Ich schreibe Artikel. Manchmal schlecht, manchmal gut, immer über seltsame Musik.

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