Plattenkritik

WOVENWAR  - Honor Is Dead

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Info

Release Date: 21.10.2016
Datum Review: 23.10.2016
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

1. Confession
2. Censorship
3. Honor Is Dead
4. Lines in the Sand
5. World on Fire
6. Compass
7. Stones Thrown
8. Cascade
9. Silhouette
10. Bloodletter
11. 130

Band Mitglieder

 

Nick Hipa
Jordan Mancino
Josh Gilbert
Shane Blay

WOVENWAR - Honor Is Dead

 

Als vor gut zwei Jahren die vier verbliebenen AS I LAY DYING Musiker mit ihrer neuen Band und neuem Sänger um die Ecke kamen, waren die eingefleischten AILD Fans nicht gerade verzückt. Der Grund war sicherlich die etwas seichtere Marschrichtung, welche das Quintett mit dem Debüt vorlegte. Mit „Honor is Dead“ gehen WOVENWAR nun weiter Richtung Modernmetal und Mainstream.

 

Dass, Gründungsmitglied und Gitarrist Phil Sgrossa kurz vor Veröffentlichung von „Honor Is Dead“ seinen Ausstieg von WOVENWAR bekannt gab, um sich fortan mehr seinem Death Metal Projekt POISON HEADACHE zu widmen, sollte das jetzige Quartett spielerisch vor keine allzu großen Probleme stellen. Zumal Sänger Shane Blay bereits in der Vergangenheit als dritter Gitarrist aktiv war. Jedoch lies der Ausstieg durchaus vermuten, dass Sgrossa mit der melodischen Spielart von WOVENWAR vielleicht nicht mehr ganz so zufrieden war. Doch das sind natürlich reine Spekulationen.

Fakt ist, dass WOVENWAR und ihre Art des Metalcore anno 2016 wesentlich eingespielter und kompakter wirken, als noch zu Debützeiten. Man hört den elf Songs des Nachfolgers sofort an, dass sie das Produkt eines Kollektivs sind, welches noch stärker zueinander gefunden hat. Unbeeindruckt von der Kritik der hardcore AS I LAY DIYNG Fanschaften, welche im Debüt die Härte und Kompromisslosigkeit ihrer Lieblingsband vermissten, schmücken WOVENWAR ihren energiegeladenen Metal weiterhin mit jeder Menge Melodie und Hitmomenten aus, ohne gänzlich den Metalcore vergangener Tage auszublenden. Dabei spielen Hipa, Gilbert, Mancino und der damals noch anwesende Sgrossa vom Opener „Confession“ bis hin zum finalen „130“ einen abwechslungsreichen Metalmix aus, der an technischen Kabinettsstückchen kaum zu übertreffen ist. Mit der kraftvollen, aber auch durchaus gefühlvollen Stimme Blays , die sich nicht selten mit der von Bassist Gilbert verstärkt, sind so Momente entstanden, die in Teilen sogar an Bands wie CHEVELLE (Honor Is Dead) oder THRICE (Compass) erinnern.

 

Sicherlich werden WOVENWAR mit diesem Album keine alten AILD Fans mehr bekehren oder gar zurück gewinnen. Auf der anderen Seite haben sie allerdings ein verdammt starkes Album abgeliefert, welches ihren Status im aktuellen Metalgeschehen auf ein neues Level heben sollte.

 

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Mulder

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