Plattenkritik

Wolves At The Gate - VxV

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Release Date: 10.06.2014
Datum Review: 16.06.2014

Wolves At The Gate - VxV

 

Mit seiner Musik moechte Steve Cobucci vor allem zwei Dinge an den Mann beziehungsweise die Frau bringen: An erster Stelle steht natuerlich die Qualitaet der Songs an sich, knapp gefolgt allerdings von der Liebe Gottes, die dem Hoerer nun auch mit Hilfe von "VxV" vermittelt werden soll. Aufgewacht, also.

"Five By Five" - so der "ausgesprochene" Titel des zweiten Full Lenth von WOLVES AT THE GATE - kann also auf diverse Arten aufgenommen werden. Den inhaltliche Aspekt einmal aussen vor gelassen, portioniert die Band aus Ohio seine Posthardcore-Songs gereift und durchdringlich - aber ebenso blauaeugig. "Wake Up" folgt so einem altbekannten und bewaerten Schema aus lockeren Metalriffs ueber fetten Drums, dazu gibt es von Growls bis aufklarenden Vocals der Marke THRICE oder CONDITIONS das komplette Spektrum an Facetten. "Dust To Dust" etwa folgt genau demselben Soundgewand, welches WOLVES AT THE GATE den Weg durch eben jenes nicht sonderlich leicht macht. Zu ueberlaufen und abgedroschen klingt der Vierer beim handzahmen "Relief", welches trotz einer soliden Produktion und verspielten Arrangements doch zu schnell versickert. "VxV" kann man sein energisches und selbstbewusstes Auftreten nicht absprechen - "Rest" zum Besipiel ist durchaus bestimmt und instaendiger, erinnert auch hier der cleane Gesang an einen angepissten Dustin Kensrue - allerdings mit deutlichem (und vor allem pausenlosem) Bezug zum Christentum, dem WOLVES AT THE GATE beinahe ausnahmslos jeden inhaltlichen Moment auf "VxV" widmen.

"Wild Heart" scheint erneut zu stark vertraut um wirklich mitreissen zu koennen - insgesamt schafft das Album den Sprung aus dem Schatten seines uebersaettigten Genres nur in den Momenten, in denen die Band aus Dayton um ihr Leben zu spielen / schreien / bekehren scheint. Diese sind rar, doch immerhin der Fokus und die Energie der Band lassen die elf Songs plus "Intropredigt" mindestens im musikalischen Mittelfeld schwimmen.

Trackliste:

01 – “VxV“
02 – “Wake Up“
03 – “Dust To Dust“
04 – “Return“
05 – “Relief“
06 – “The Bird And The Snake“
07 – “Rest“
08 – “East To West“
09 – “Wild Heart“
10 – “The Convicted“
11 – “Majesty In Misery“
12 – “The Father’s Bargain“

Alte Kommentare

von Quatsch 17.06.2014 22:12

das Album ist echt der Hammer. Zum Glück ganz weit weg vom Rise Records Einheitsbrei, kein Word Alive oder ähnliches, sondern eher in Richtung THRICE oder FUNERAL FOR A FRIEND. Richtig stark, nix peinlich, alles gut. Sollte man mal gehört haben.

von Daharka 19.06.2014 10:19

Sehr gutes Album, ein würdiger Thrice Nachfolger die Band. Allerdings sind die Lyrics wirklich teilweise grausam. Naja August Burns Red fingen auch mit prediger lyrics an...

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Moppi

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Alt, langweilig, tierlieb.

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