Plattenkritik

Yamon Yamon - This Wilderness

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Release Date: 29.01.2010
Datum Review: 20.01.2010

Yamon Yamon - This Wilderness

 

 

Heutzutage eine Indieband mit Substanz zu finden, das ist schwer. Aber noch eine zu finden, die dabei noch wunderbare Musik macht, das ist noch schwerer. Für viele dürfte das Suchen nun ein Ende haben. YAMON YAMON aus Stockholm sind alles andere als Posterboy-Schnösel und stellen sich auch nicht gleich über das gesamte Geschehen in der Musikgeschichte. Vielmehr kommen sie mit ihrem „This Wilderlessness“ um die Ecke, kredenzen herrlich leichtfüßigen Indie, der irgendwo zwischen den Franzosen von PHOENIX und altertümlichen Lo-Fi liegt.

Und das Tolle: Die klingen so sympathisch, dass man schon fast Angst hat mal eine Show zu besuchen und enttäuscht zu werden. „This Wilderlessness“ ist ein so entspanntes Werk, wie es wenige sind. YAMON YAMON legen Wert darauf, stets gleichwertig im Vordergrund zu stehen. Hier übertönt keine Stimme die Gitarren, hier übertönen keine Gitarren die Drums. YAMON YAMON sind endlich nochmal das, was man im Indiesektor so selten zu sehen bekommt: Eine Band. Geordnet, ordentlich, nett. „This Wilderlessness“ besticht dabei vor Allem durch seine ruhige Art, die stets in verspieltem, nie ausuferndem, Indiefolk (wenn es sowas gibt) Pluspunkte sammelt. Da wären die tollen, nervösen Gitarren des Openers „Alonso“, die sich in veränderter Art und Weise immer wieder finden und so den roten Faden des Albums ausmachen. Wie gesagt – irgendwo zwischen Lo-Fi , VAMPIRE WEEKEND und PHOENIX, irgendwo zwischen supergeil und zu brav liegt wohl die perfekte Symbiose aus allem.

Tracklist:

1. Alonso
2. Wang Lee
3. No Depression
4. The Darker Place
5. Two Sides
6. African Nights
7. Fast Walker
8. Every Plane Is An Adventurer
9. High Class

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Raphael

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