Plattenkritik

ANCHORAGE - The Fifth Wall

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 17.06.2019
Datum Review: 17.06.2019
Format: CD

Tracklist

 

01. A Voice Within
02. Default
03. Karma
04. Serpentines

Band Mitglieder

 

Vadim - Vocals
Chris - Guitar
Rafael - Guitar
Kenny - Bass
Dominik - Drums

ANCHORAGE - The Fifth Wall

 

 

Selten hauen Debüt-EPs so rein, wie bei ANCHORAGE. Die Posthardcore-Combo aus Österreich veröffentlichte am 7. Juni mit „The Fifth Wall“ (2019) einen richtigen Kracher, der definitiv die musikalische Reife der Gruppe demonstriert. 


So legen ANCHORAGE mit „A Voice Within“ energiereich und voller Elan los. Die Drums verleihen dem Sound dabei eine treibende Stimmung, die Screams sind technisch sicher, die Gitarren melodiös und super stimmungsvoll. Eine Nummer, die eine Prise Wut und Melancholie zum Ausdruck bringt. 

 

 

 

Der nachfolgende Song, „Default“, besitzt dagegen ein leichtes Hard-Rock-Feeling. Die dazu eingesetzten Breakdowns fügen sich an dieser Stelle hervorragend ein und verleihen der Nummer zusätzlichen Druck. Zum Ende hin entwickelt sich „Default“ schließlich in eine epische, fast schon melodramatische Komposition. 

 

Auffallend ist, dass die Österreicher stimmungsmäßig vor allem auf härtere Passagen setzen, sei es durch rhythmisch anspruchsvolle Breakdowns oder groovige Hard-Rock-Riffs. Ebenso haben ANCHORAGE auch das Händchen für epische und melancholische Songs. Beide Stimmungslagen ergänzen sich in der EP perfekt, was man auch bei den abschließenden Nummern „Karma“ und „Serpentines“ hören kann. 

 

 

 

 

„The Fifth Wall“ ist insgesamt eine tolle, reife EP. Für ein Album würde ich persönlich der Band empfehlen, trotzdem auf mehr Abwechslung im Songwriting zu setzen, sei es durch Balladen oder den Einsatz anderer Tonarten. Ich denke aber, dass ANCHORAGE diese Hürde meistern werden. Von mir gibt es 8 von 10 Punkten für eine klasse Debüt-EP.

Autor

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Christoph

Autoren Bio

Gitarrist und Radiomoderator aus der Umgebung Nürnberg. Nebenbei Philosophie/Politik-Student. Musikalische Vorlieben reichen vom Metalcore bis einschließlich zum Bebop.