Plattenkritik

AUGUST BURNS RED - Guardians

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 03.04.2020
Datum Review: 03.04.2020
Format: CD Vinyl Digital

Tracklist

 

01. The Narrative
02. Bones
03. Paramount
04. Defender
05. Lighthouse
06. Dismembered Memory
07. Ties That Bind
08. Bloodletter
09. Extinct by Instinct
10. Empty Heaven
11. Three Fountains

Band Mitglieder

 

JB Brubaker [lead guitar]
Brent Rambler [rhythm guitar]
Matt Greiner [drums]
Jake Luhrs [lead vocals]
Dustin Davidson [bass]

AUGUST BURNS RED - Guardians

 

 

Mit „Guardians“ haben AUGUST BURNS RED nun ihr achtes Album am Start. Wie gewohnt demonstrieren die Amerikaner auch auf dieser Scheibe, ihr großartiges Feeling für kreatives Songwriting und natürlich auch ihre technischen Fähigkeiten auf den Instrumenten. Doch die „Guardians“ zu beschreiben ist ein schwieriges Unterfangen – sie klingt irgendwie düster, irgendwie episch, mal unfassbar melodisch, mal komplett monoton. Sie hat keine so klare Linie, was aber das Album sehr interessant macht.

 

 

So zeichnen sich bereits die vier Songs – „The Narrative“, „Bones“ „Paramount“ und "Defender" – durch eine Fülle eigenartiger, weil ausgefallener und genrefremder Eigenschaften aus. Eigentlich nichts Neues bei der Combo und doch immer wieder unerwartet, sowie überwältigend. Wer erwartet schon Funk-Harmonien auf einer zunächst düsteren und trüben Platte?

 

Zur Mitte des Albums hin, verleihen AUGUST BURNS RED dem ganzen Geschehen eine ordentliche Portion Epik – getragen natürlich von ausgefallenen Rhythmen, komplexen Harmonien und explodierenden Screamingvocals. Spätestens bei „Ties That Bind“ ist die Platte, im Vergleich zu den ersten Nummern, kaum wiederzukennen. Doch danach ein weiterer Bruch: mit „Bloodletter“ zeigen AUGUST BURNS RED ein ganz anderes Gesicht – fast schon brachialstes Deathcore. Brutal, beängstigend und vor allem gut arrangiert. Nein, an Abwechslung mangelt es keineswegs.

 

Zum Ende hin, geben die Jungs abermals in ihrer gewohnt melodisch-verspielten Art nochmal ordentlich Dampf. Ungerade Zählzeiten, Tonartenwechsel, oder Wolkenkratzer aus Harmonien – stark, was AUGUST BURNS RED abermals abliefern. „Extinct by Instinct“, „Empty Heaven“ und auch „Three Fountains“ prägen dabei den würdigen Abschluss einer nahezu perfekten Platte.

 

 

Am besten, so meine Empfehlung, einfach „Guardians“ kaufen. AUGUST BURNS RED bestätigen auf dieser Scheibe definitiv ihren Status, einer der besten Vertreter des Metalcores zu sein. Die „Guardians“ hat alles, wofür die Band bislang bekannt war. Fazit: Großartig und inspirierend.

Autor

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Christoph

Autoren Bio

Gitarrist und Radiomoderator aus der Umgebung Nürnberg. Nebenbei Philosophie/Politik-Student. Musikalische Vorlieben reichen vom Metalcore bis einschließlich zum Bebop.