Plattenkritik

Across Five Aprils - Collapse

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Release Date: 11.07.2006
Datum Review: 02.07.2006

Across Five Aprils - Collapse

 

 

Das feine und von mir in äußerst hohen Ehren gehaltene Label Indianola Records muss man nicht weiter großartig Vorstellen. Ständig auf der Suche nach jungen und talentierten Bands, haben sie bereits Knaller von THE JUDAS CRADLE, CASEY JONES, LIVE IN YOUR WAY, MERCURY SWITCH oder auch A DAY TO REMEMBER auf die Menschheit losgelassen. Nun erscheint das neue Album von ACROSS FIVE APRILS aus Chattanooga, Tennessee und man darf gespannt sein.

Mittlerweile ist es fast drei Jahre her, das ACROSS FIVE APRILS ihren Longplayer "A Tragedy In Progress" rau, ungeschliffen und doch verdammt eingängig auf die Menschheit losgelassen haben. Mit HC/Emocore Krachern wie "Around The World In A Radio Flyer" oder "Pawn Shop Promises" schaffte man es immerhin auf die Position des zweit-erfolgreichsten Labelreleases bis zum heutigen Tag. 2004 releaste man dann die Ep "Living In The Moment". Hierzulande stellt die Band bis dato noch ein unverbrauchter Szenetipp dar, was sich mit den neuen Release schnell ändern kann. Den Namen lieh sich die Band übrigens von einem Irene Hunt Roman über den Bürger Krieg in den USA. Als Vorboten gab es noch einmal das remasterte Re-Release von "A Tragedy In Progress" und nun dreht "Collapse" bereits beständig seine Runden im CD Player. Das erste was auffällt ist, dass die harten, geschrienen Vocals allein von der Produktion her ein Stück glatter und weniger düster klingen als beim Vorgänger. Vergangenes Jahr wurde der ehemalige Sänger Steve Taylor bekanntlich durch Brandon Mullins ersetzt, der ein wenig softer in den Melodien klingt dem Sound bei seinen Shouts jedoch einen neuen, angepissten Dreh gibt. An anderer Stell wurde ebenfalls der Härtegrad angezogen, der Sound wirkt sowohl vertrackter als auch abwechslungsreicher mit gelegentlichen Moshparts. Das Quintett ist sichtlich bemüht die Songstrukturen nicht zu gewöhnlich zu halten und variiert an vielen Ecken und Enden. Auch eine gewisser Metalanteil ist beim neusten Streich der Band nicht von der Hand zu weisen, gerne drängen sich jedoch Hardcore Parts in den Vordergrund die gehörigen Druck entfalten. Mit "Miss Mistress" bringen die Jungs noch einen halbakustischen, melancholischen Track der ziemlich aus der Reihe tanzt bevor das Gaspedal in Sachen Sprengkraft wieder ins Bodenblech getreten wird. Letztendlich finden ACROSS FIVE APRILS mit ihrem neuen Longplayer die richtige Ballance zwischen Atmosphäre und Härte und schaffen es sich eigenständig im Genre zu etablieren.

Tracks
1. Tallahassee is for Hookers
2. Let's Whisper
3. I Will Stop the Rain
4. Your Are Not Alone
5. Sunnyland
6. With These Hands
7. Bring Me Their Heads
8. Miss Mistress
9. Shot Down with Arrows
10. New Management

Autor

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Torben

Autoren Bio

ex. - Allschools Chef