Plattenkritik

Disfear - Live The Storm

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Release Date: 18.01.2008
Datum Review: 20.01.2008

Disfear - Live The Storm

 

 

DISFEAR haben mal wieder ein Album auf den Markt geschmissen. Hat sich anno 2008 bei "Live The Storm" etwas im Bandsound geändert? Natürlich nicht, auf die Schweden ist verlass. Die Band kocht seit 1989 ihr Downbeat-Süppchen und hat es bisher noch nicht nötig gehabt, ein Crust Core Kochbuch zu Hilfe zu nehmen. Aber halt, eine Änderung gibt es doch, denn mittlerweile ist die Band zum Quintett herangewachsen (der ehemalige ENTOMBED Klampfer Uffe Cederlund stieß zum Line Up). Aber das heißt eigentlich nur, dass die Gitarren noch mehr braten und die Soli noch ausgereifter sind. Sehr viele Riffs sind bei MOTÖRHEAD geklaut (das soll keine Kritik sein), allerdings doppelt so schnell gespielt und somit unheimlich arschtretend. Die Gang Shouts zeigen, dass auch der Rest der Band gewillt ist, dem rasenden Treiben beizuwohnen. Tompa Lindberg setzt dem Treiben mit seiner immer noch einzigartigen Stimme die Krone auf. "Live The Storm" ist Programm, hier tobt ein Sturm, der aggressiv wütet und ohne Gnade alles niederwalzt, was sich ihm in den Weg stellt. Und wer bei Track 9 noch nicht im Sarg liegt, wird am Anfang von "Phantom" in ruhigere Gewässer begleitet, bis auch dort die Handbremse gelöst und zum finalen Vernichtungsschlag ausholt wird. Produziert wurde dieses Stück schweißgebadeter DIS-Hardcore von CONVERGE-Ikone Kurt Ballou, der eine fette Kellerproduktion schuf, die dreckiger, drückender und besser nicht hätte sein können. Dieses Teil ist grandios und rockt wie Sau. Versprochen!

Tracklist:
01. Get It Off
02. Fiery Father
03. Deadweight
04. The Cage
05. The Furnace
06. Live The Storm
07. Testament
08. In Exodus
09. Maps Of War
10. Phantom


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Clement

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Ich fühle mich zu alt