Plattenkritik

Merry - Nu Chemical Rhetoric

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Release Date: 28.04.2006
Datum Review: 20.06.2006

Merry - Nu Chemical Rhetoric

 

 

MERRY sind eine weitere, durchstartende junge Kombo aus Japan, die mit der aktuellen Visual Kei Welle nach Europa gespült wird. Feierte man mit dem ersten Album "Gendai Stoic" in 2003 und dem nachfolgenden "Modern Grande" ausgeprägte Erfolge im Underground folgte wenig später das Major Signing und im September 2005 die Veröffentlichung von "Nu Chemical Rhetoric", das nun auch hierzulande erscheint.

Ist man von den Gan-Shin Labelkollegen der Visual Kei Fraktion wie MUCC oder DIR EN GREY eher auch an die härteren Metal-Klänge und bombastische NuMetal Riffs gewöhnt, schlagen MERRY einen eher poppigeren Weg ein. Westlicher NuMetal ist gar nicht auszumachen, Metalriffs verirren sich nur gelegentlich in die Klangwelten von Gara (Gesang(, Yuu (Gitarre), Kenichi (Gitarre), Tetsu (Bass) und Nero (Schlagzeug) aber nähren wir uns dem Longplayer von Anfang an. Bereits das Intro "Digi noto", welches von treibenden Electrobeats dominiert wird, verspricht ein ausgesprochenes Hörvergnügen, auch wenn nachfolgend die handgemachte musikalische Kost überwiegt und dafür sehr viel mit Effekten gearbeitet wird. Im weiteren Verlauf der Platte wird man der Zuhörer mit einer virtuosen Mixtur aus Rock, Pop und Punk konfrontiert, die immer wieder durch jazzige Einflüsse aufgelockert werden und für unser europäisches Ohr recht fröhlich klingen. Die lyrische Untermalung des Ganzen ist jedoch häufig alles Andere und primär melancholisch. Gesanglich pendelt Gara zwischen Schreigesang und japanischer Popmelodik. Eines der Ausnahmesongs, der ein wenig aus dem Konzept fällt, ist "Nisemono Tengoku", der auf Punk’n’Roll Retro Schrammelriffs und 60er Attitüde setzt. Insgesamt ein weiteres, schönes Release aus dem Hause Gan-Shin.

1. Digi noto
2. Kubitsuri Rondo
3. Meisai no Shinshi
4. Dekiai no suisou
5. Bara to Katasumi no Blues
6. Kanashimi blue train
7. atashi wa sute neko
8. Shambara
9. Nisemono Tengoku
10. Refrain - doyoubi no namida
11. karappo na uta

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Torben

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