Plattenkritik

Moby - Wait For Me

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Release Date: 26.06.2009
Datum Review: 25.06.2009

Moby - Wait For Me

 

 

Die liebenswerte Weirdo MOBY ist zurück. Mit seinem düstersten Album, seinen depressivsten Texten und den gleichzeitig schönsten Kompositionen seit langer Zeit. So sagte der Glatzkopf bereits im Vorfeld zu seinem neuen Album "Wait for Me", dass er Songs aufnehmen wollte, mit denen sich auch 26jährige, deprimierte Teenager identifizieren können und laut in ihren Zimmern hören.

Und was soll man groß sagen? Es ist gelungen. "Wait for me" besticht durch eine ergötzende Ruhe die sich aus schwindelerregenden Melodiebögen und Streichern zusammensetzt, gleichzeitig den typischen MOBY-Gestus in sich trägt, der auf diesem Album überdeutlich depressiv klingt. So kannte man MOBY zwar immer als den kleinen Schwerenöter, jedoch nie als den resignierten kleinen Tropf, der den Kopf hängen lässt. Zumindest nie auf diese Art und Weise. "Pale Horses" zum Beispiel behandelt den Tod einer ganzen Familie und verfällt in maßlose Trauer um in "Study War" resignierend "The Battle will be over" von sich zu geben. Natürlich nicht er selbst. Starr Blackshere, einer von 6 Gastsängern auf der Platte. Und MOBY? Der singt einzig und allein bei "Mistake" seine verzweifelten Zeilen. "Don't speak to me this way / dont leave me again / dont touch me this way / Oh You never Felt this lost before". Schwermut die man in diesen Dimensionen vom sympathischen Nerd nicht kennt. Aber genau das macht an "Wait for me" soviel Spaß: MOBY entwickelt sich. Zwar kleinen Schrittes, in seiner Entfaltung aber dafür umso mächtiger.

Division
Pale Horses
Shot In The Back of The Head
Study War
Walk With Me
Stock Radio
Mistake
Scream Pilots
Jltf-1
Jltf
A seated night
Wait for me
Hope is gone
Ghost return
Slow light
Isolate

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Raphael

Autoren Bio

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