Plattenkritik

THE ROYAL - Deathwatch

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 08.03.2019
Datum Review: 18.03.2019
Format: CD

Tracklist

 

01. Pariah
02. Savages
03. State Of Dominance
04 Soul Sleeper
05. Deathwatch
06. Exodus Black
07. Nine For Hell
08. Lone Wolf
09. Avalon
10. Glitch

Band Mitglieder

 

Sem Pisarahu - Vocals
JD Liefting - Guitars
Pim Wesselink - Guitars
Youri Keulers - Bass
Tom van Ekerschot - Drums

THE ROYAL - Deathwatch

 

 

Die niederländische Metalcoreband THE ROYAL haben am 8. März ihre zweite Scheibe „Deathwatch“ veröffentlicht. Nachdem das erste Album „Seven“ den Schwermetallern einen größeren Namen verliehen hat, konnte das Quintett mit der neusten Platte auf jeden Fall an das bisherige Material anknüpfen. 

 

 

 

 

Wie erwartet beginnt „Deathwatch“ extrem hart. So sind die ersten zwei Singles „Pariah“ und „Savages“ mit schnellen Tempi, schweren Breakdowns und leicht melodischen Gitarren ausgestattet. Die Growling-Vocals wissen dabei gut zu gefallen, sind technisch sauber eingesungen und geben der Musik zusätzlich noch einen düsteren Charakter. 

 

 

THE ROYAL beweisen im Verlauf der Platte zudem ein Händchen fürs epische Songwriting. So ist die Nummer „State of Dominance“ deutlich melodischer als die ersten beiden Kompostionen. Dabei verleiht die Gitarre im Hintergrund dem Song einen leicht orientalistischen Stil. Und auch „Soul Sleeper“ ist ohne Zweifel gut geschrieben. Harte Riffs und melodramatische Tonfolgen wechseln sich in dieser Nummer ständig ab. Ohne Zweifel, sowas kommt bei Metalcore-Fans meist gut an. 

 

 

Etwas Abwechslung in die Platte bringt anschließend das Stück „Deathwatch“. Die Nummer wurde zusammen mit Ryo Kinoshita, dem Sänger der japanischen Metalband  Crystal Lake aufgenommen. Dabei wird der Song sehr vom Gesang dominiert, der zwischenzeitlich sogar kurz in den Rap abdriftet. Anschließend knallen THE ROYAL fast explosionsartig „Exodus Black“ raus. Das Tempo ist dabei sehr flott und die Riffs wahnsinnig groovig – wie es sich eben für eine gelungene Metalcore-Komposition gehört. In der Mitte des Songs kommt es schließlich zu einem kleinen, leicht klassisch angehauchten Break. An dieser Stelle begleiten Streichinstrumente ein stimmungsvolles Glockenspiel, während Chorgesänge im Hintergrund die Atmosphäre ausfüllen.

 

 

 

 

Definitiv kann sich „Deathwatch“ absolut hören lassen. THE ROYAL verstehen es, Metalcore der feinsten Art zu spielen und stellen immer wieder kleine Auszüge aus der klassischen Musik zur Schau. Seien es virtuose Streichinstrumente wie bei „Nine For Hell“ oder Klavierauszüge wie bei „Lone Wolf“. 

 

 

Mit den Singels „Avalon“ und „Glitch“ beenden THE ROYAL schließlich ihre Platte mit zwei extrem harten, aber auch verspielten Songs ab. Summa summarum, ist „Deathwatch“ eine gelungene Scheibe. Ich persönlich hätte mir zwar etwas mehr Stilbrüche á la „Exodus Black“ gewünscht. Trotzdem bleibt aber festzuhalten: THE ROYAL haben insgesamt ein super Album am Start. 

Autor

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Christoph

Autoren Bio

Gitarrist und Radiomoderator aus der Umgebung Nürnberg. Nebenbei Philosophie/Politik-Student. Musikalische Vorlieben reichen vom Metalcore bis einschließlich zum Bebop.