Plattenkritik

Trivium - The Crusade

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Release Date: 06.10.2006
Datum Review: 10.10.2006

Trivium - The Crusade

 

 

Das Roadrunner Debüt “Ascendancy“ von TRIVIUM war ein unglaubliches Metal-Monstrum welches die Band in schwindelerregende Höhen emporklettern ließ. Nicht umsonst spielte Supertalent, Jungspund und TRIVIUM Kopf Metthew Heafy auch eine entscheidende Rolle bei den Roadrunner United Sessions. Anno 2006 richtet die Metalwelt nach äußerst erfolgreichen Veröffentlichungen der alten Metal Garde nun ihre Aufmerksamkeit auf TRIVIUM, die mit “The Crusade“ selbstbewusst nach der Krone im Metaluniversum greifen. Der Vierer erfreut sich ja nicht umsonst ausgesprochener Beliebtheit. Entsprechend erscheint es umso mutiger, dass TRIVIUM keinesfalls ein zweites “Ascendancy“ zur Befriedigung der Massen abliefert, sondern sich waghalsig in andere bzw. unerwartete Gefilde stürzt.

War “Ascendancy“ noch ein sehr zeitgenössisches Album setzen TRIVIUM mit ihrem aktuellen Release auf Rückbesinnung. Natürlich wird das Florida-Gespann schon seit einiger Zeit als die legitimen Nachfolger von METALLICA gehandelt, mit “The Crusade“ klingen Heafy und Co jedoch stärker denn je wie ihre Vorbilder. Dementsprechend wird auch feinster 80er Jahre Thrash großgeschrieben und Erinnerungen an die besten Jahre von MATALLICA geweckt. Hier darf geposed werden, die Kutten übergestülpt und die Haare geschüttelt werden. Auch gesanglich hat sich Heafy seinem Vorbild genährt und gewaltig an seiner Stimme gearbeitet. Man verzichtet großteils auf ausgelutschte Hardcore Shouts, die die Band gerne mal in ein Metalcore Licht gerückt haben und konzentriert sich auf feinste, aggressive Metal Screams und clean gesungene Parts. TRIVIUM präsentieren sich hier keinesfalls als purer Abklatsch sondern zeigen sich variable und brilliant und ziehen voller Respekt ihren Hut vor den eigenen Vorbildern. Im Gegensatz zu “Ascendancy“ wird hier grandioser Breitbandmetal abgeliefert, der vom Rock, Death und Thrash Topf nascht und nebenbei noch Raum für progressive Spielerein findet. Manch einem wird der starke Wandel innerhalb eines Jahres von Release zu Release ein wenig extrem vorkommen, der Rest darf das Album für unbestimmte Zeit im CD Player parken.

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Torben

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Allschools Chef