Plattenkritik

H2O - Nothing To Prove

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Release Date: 20.06.2008
Datum Review: 17.05.2008

H2O - Nothing To Prove

 

 

"Me And All My Friends We’ve Got Nothing To Prove, Nothing To Lose!" Proklamiert Toby Morse gemeinsam mit Roger Miret auf dem Titeltrack des fünften Studioalbums von H2O. Beweisen müssen die NY Hardcore Recken wahrlich niemandem mehr was, aber sie wollen es definitiv noch einmal wissen. Ganze sieben Jahre nach "Go" ist die Zeit für ein neues H2O Release gekommen auf dem man gleich mit einer ganzen Armee an illustren Szenerepräsentanten anrückt. Jenen Rettungsanker haben die Heroen jedoch gar nicht nötig, denn mit "Nothing To Prove" liefert man mal eben das melodischste und dennoch härteste, eingängigste und energetischste Album ihrer Karriere ab, welches ungemein persönlich ausfällt und dennoch stets seinen positiven Grundtenor bewahrt. Melodic Hardcore at it’s best!

Bereits auf ihrer ersten EP hatten H2O einen Skit in dem sich darüber geäußert wurde, dass Hardcore mehr als Musik ist, "it's a way of life" und dies leben H2O auch auf "Nothing To Prove" in ihren Texten vor, welche nur so vor Authentizität und Ehrlichkeit strotzen. "This Is The Live I Chose, This Is The Only Thing I Know" bekräftigt Toby einmal mehr seine Liebe zum HC, wenn er auf "Heart On My Sleeve" über die Fremdwahrnehmungen im Alltag sinniert. Auf "Still Here" stellen Civ (GORILLA BISCUITS, CIV) und er sich nach mehr als 20 Jahren sxe die Frage, wo die alte Garde denn geblieben ist. Man verarbeitet die eigenen, persönlichen Verluste oder lässt sich gemeinsam mit Kevin Seconds & Lou Koller über "Schönwetter-Freunde" aus. Das abschließende "What Happened" ist eine Frage an die Szene und was aus ihr geworden ist, nicht zuletzt das Gänsehautfeeling beim Einsatz von Matt Skiba macht diesen Song zu etwas ganz Besonderem.

"Nothing To Prove" ist das Comeback des Jahres, auch wenn man nach eigener Ansicht eigentlich nie fort war. Über sieben Jahre wurden Energien aufgestaut die sich hier unglaublich positiv entladen. Produziert wurde das Album übrigens von Chad Gilbert (NEW FOUND GLORY), welches sich somit in die Riege der großartigen Bridge Nine Releases dieses Jahres einreiht . H2O go!

Tracks:
1. "1995"
2. "Nothing To Prove" (feat. Roger Miret)
3. "Sunday"
4. "A Thin Line" (feat. Freddy Cricien)
5. "Unconditional"
6. "Still Here" (feat. Civ)
7. "Fairweather Friend" (feat. Kevin Seconds & Lou Koller)
8. "Heart On My Sleeve"
9. "Mitts"
10. "What Happened" (Feat. Matt Skiba & Lou Koller)


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Torben

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Allschools Chef