Plattenkritik

Neon Blonde - Chandeliers In The Savannah

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Info

Release Date: 01.01.1970
Datum Review: 13.09.2005

Neon Blonde - Chandeliers In The Savannah

 

 

Gerade waren die Blutsbrüder noch auf Tour und trotz des meines Erachtens ziemlich schlechten aktuellen Albums "Crimes" waren sie live mal wieder verdammt gut. Der divenhafte Frontmann der BLOOD BROTHERS, Johnny Whitney, scheint jedenfalls noch nicht genügend ausgelastet zu sein und so bringt er mit seinem Basskollegen Mark Gajadhar und weiteren Gleichgesinnten ein Side-Project namens NEON BLONDE an den Start.

Dim Mak Records ist das Label der Wahl, welches "Chandeliers In The Savannah" veröffentlicht und schon eine Heimat für BLOC PARTY, PRETTY GIRLS MAKE GRAVES und den BLOOD BROTHERS selbst bot. Alles also sehr verheißungsvoll und ebenso startet der Opener "Black Cactus Killers" fordernd und beatlastig. Der äußerst charakteristische Gesang Whitneys, der hier noch stark den Duft der BLOOD BROTHERS versprüht wird von einem surfmäßig angehauchten Groove nach Vorne getragen. Bereits mit dem anschließenden "Crystal Beaches Never Turned Me On" entfernt man sich jedoch endgültig von dem bekannten Hauptprojekt. Chirurgische Beats aus der Drummachine vermischen sich mit Pianoeinlagen und tanzbaren Synthies zu ansteckenden Hits, die einfach nur gute Laune verbreiten. Zwischenzeitig geben sich NEON BLONDE jazzig relaxt in Pianobar-Laune bevor eine exzellente Schreipassage interveniert. NEON BLONDE weisen bei weitem nicht die chaotischen Strukturen der BLOOD BROTHERS auf, lassen jedoch auch keine deutlichen Strukturen erkennen. Speziell Whitney zeigt auf "Chandeliers and Vines" was er gesanglich noch so alles drauf hat und verliert dabei mal eben sämtlichen, männlichen Ton in seiner Stimme. Munter und auf höchstem Niveau geht es bis zum letzten der 11 Tracks weiter und sofort folgt der Druck auf die Repeat Taste. "Chandeliers In The Savannah" lässt sich schwer klassifizieren, man kann es aber am ehesten als eine Mischung zwischen den BLOOD BROTHERS und BLOC PARTY beschreiben die neben starkem Pianofokus ebenfalls mit einem verschmitzten 70ies Charme um die Ecke kommt. Ein grandioses Album bei dem man nur hoffen kann, dass Whitney auch mit seiner Hauptband mal wieder in Form kommt.


1. Black Cactus Killers
2. Crystal Beaches Never Turned Me On
3. Chandeliers and Vines
4. Princess Skullface Sings
5. New Detroit
6. Headlines
7. Love Hounds
8. Dead Mellotron
9. Cherries In Slow Motion
10. The Future Is A Mesh Stallion
11. Wings Made Out Of Noise

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Torben

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Allschools Chef