Plattenkritik

VITAMIN X - Age Of Paranoia

Redaktions-Rating

Info

Release Date: 14.05.2018
Datum Review: 28.05.2018
Format: CD Vinyl

Tracklist

 

Modern Man
Rollercoaster Ride
Age Of Paranoia
Human Plague
No One
Flip The Switch
Short circuit
Speak No Evil
Deranged Degenerate
Revers Midas Touch
Media Messiah
Road Warrior
Bounce Back
Leave Me Alone
Rock N Roll Destroyer
Shock Value

Band Mitglieder

 

Marko Korac (voc)
Marc Emmerik (git)
Alex Koutsman (bass)
Danny (drum)

VITAMIN X - Age Of Paranoia

 

 

Ungeduldige würden VITAMIN X spätestens nach einem Song an das Ende der Reihe von 80er-Thrash-Punk-HC-”Coverbands” anstellen und so vielleicht verfrüht abstempeln.

Allen anderen empfehle ich “Age Of Paranoia” mindestens einmal komplett durchzuhören, um den ersten vorschnellen Eindruck zu revidieren.

 

Die Amsterdamer haben sich ja in den letzten 20 Jahren eine breite Reputation erarbeitet, die vor allem auf ihre energiegeladenen Livequalitäten zurückzuführen ist. Wie viele Jugendzentren, besetzte Häuser oder abgeranzte Buden der 4er seit ihrer Gründung im Jahre 1997 bislang weltweit bespielt hat, ist fast unzählbar. Jeder, der VITAMIN X irgendwann die Bühne hat abreißen sehen, weiß, dass der eingangs erwähnte Personenkreis beim Schnellurteilen falsch liegt.

 

Natürlich gibt es auf “Age Of Paranoia” eine stilistische Nähe zu (frühen) ANTHRAX, S.O.D. oder auch SUICIDAL TENDENCIES gepaart mit MOTÖRHEAD’ schem Schweinerock, dennoch bewahren sich die Holländer über weite Strecken eine gehörige Portion Eigenständigkeit. Das liegt vor allem an der famosen Gitarrenarbeit von Marc Emmerik, die aufgrund ihrer Vielseitigkeit die Platte sehr abwechlungsreich gestaltet.

 

Ruck-zuck kloppen einem VITAMIN X hier 16 Tracks in nicht mal 29 Minuten um die Ohren und wenn man nicht aufpasst, mutiert das Wohnzimmer schnell zu einem Mini-Moshpit, wo man die Matte schwingt, imaginäre Gegner wegpogt und/oder die Fäuste in die Luft streckt!

Anspieltipps sind der treibende Opener “Modern Man” (leider keine BAD RELIGION-Coverversion, aber dennoch fett - siehe unten), der Titeltrack aufgrund seiner Mitgröhlmöglichkeiten oder das brutal-stampfende “Media Messiah”.

 

Summa summarum: Fettes Album und Well done, boys!

 

Autor

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Benjamin

Autoren Bio

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